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Der Bock wurde zum Gärtner

Den Bock zum Gärtner machen:
Wie die Redewendung entstand und was es bedeutet, den „Bock zum Gärtner zu machen“ beschreibt Friederike Enke* recht anschaulich:

Leonard ist ein echter Schmutzfink. Kreideflecken auf der Kleidung, Schokocreme im Gesicht und Krümel unter seinem Tisch sind keine Seltenheit.
Und ausgerechnet Leonard wurde nun zum „Beauftragten für Sauberkeit im Klassenzimmer“ für das zweite Schulhalbjahr ausgewählt. Dafür zu sorgen, dass der Fußboden der Klasse sauber und die Tafel gewischt ist, gehört fortan zu Leonards Aufgaben als neuer „Sauberkeitsbeauftragter“.
Das macht er gar nicht gut, und nach zwei Wochen stellt die Lehrerin fest: „Mit dir, lieber Leonard, haben wir wohl den Bock zum Gärtner gemacht!“

Wie die Redewendung entstand

Die Redewendung „Den Bock zum Gärtner machen“ bedeutet, dass jemandem eine Aufgabe übertragen wird, der dafür völlig ungeeignet ist. Schlimmer noch: der das Gegenteil von dem bewirkt, was er eigentlich erreichen soll!
Ein Ziegenbock würde einen Garten nicht nur nicht pflegen, wie ein richtiger Gärtner. Er würde ihn verwüsten. Ziegen sind nämlich dafür bekannt, dass sie Pflanzen nicht nur zertrampeln, sondern auch noch ihre Wurzeln auffressen.“

Da fällt mir doch sofort der Name eines Politikers ein. Angesiedelt als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium kannte (und kennt) man ihn als vehementen Streiter für den Bau der „Küstenautobahn“ A 20. Allein der Name Küstenautobahn ist schon ein Witz – diese unsinnige Trasse führt nicht längs der Küste, sondern von Westerstede im Ammerland bis nach Drochtersen an der Elbe quer durch Nordniedersachsen.

In der derzeitigen Legislaturperiode hat  sich der Zuständigkeitsbereich des o.a. Politikers geändert; er ist zwar immer noch Parlamentarischer Staatssekretär,  jedoch verantwortlich für den Bereich Schiene/Eisenbahninfrastruktur.

Was hat das jetzt mit dem Ziegenbock zu tun?

Dazu unten der Textausschnitt aus der Bremervörder Zeitung vom 20.6.2019:

Autobahn 26: Baustart bis zur A7 noch im Herbst

Von Wolfgang Stephan

STADE. „Im Oktober beginnen die Bauarbeiten für den letzten Abschnitt der A26“ – mit dieser Mitteilung überraschte Hamburgs Staatsrat Andreas Rieckhof beim „Bahngipfel“, nachdem Staatssekretär Enak Ferlemann verkündet hatte, dass der Bund die Finanzierung gesichert hat. Beide Politiker zeigten sich überzeugt, dass mit dem schnellen Baubeginn tatsächlich eine Fertigstellung Ende 2023/Anfang 2024 möglich sein wird. „Ende 2023 ist angepeilt“, sagte Staatsrat Rieckhof.

Angemerkt sei, dass es sich bei der Veranstaltung um einen Bahngipfel handelte! 2/3 des Berichts handeln von der A26, ein bisschen Bahn kommt dann am Ende.

Der Text in der Zeitung:

A26_BZ_20.6.2019

mistkaeferterror hat den Text von Friederike Enke aktualisiert:

Enak ist ein echter Politprofi. Seine Beziehungen zu Gutachter- und Planungsbüros sind exzellent, in die Bauindustrie hat er seine Fäden gesponnen und umgekehrt. Er ist ein vehementer Verfechter von Aus- und Neubau der Straßeninfrastruktur. Beton und Asphalt bringen ihn in Hochform.
Und ausgerechnet Enak wurde nun zum Beauftragten für Eisenbahninfrastruktur beim Bundesverkehrsministerium ernannt.
Das macht er gar nicht gut, und am Ende der Legislaturperiode stellt das Wahlvolk fest: „Mit dir, lieber Enak, wurde der Bock zum Gärtner gemacht.“

*Den Bock zum Gärtner machen – [GEOLINO]
https://www.geo.de/…/redewendungen/5762-rtkl-redewendung

Zeit für Wechsel

Interview mit Grünen-Chef Robert Habeck:
„Frau Kramp-Karrenbauer liegt bemerkenswert falsch“

Beim Stöbern im Internet sind wir auf ein Interview gestoßen, dass Robert Habeck dem Presseorgan RP-online gegeben hat. Veröffentlicht wurde das Interview am 2. März 2019. Da das Spitzen-Führungsduo der Grünen nicht für Meinungs-Hoping bekannt ist, wollen wir dieses Interview jetzt auch in mistkaeferterror veröffentlichen:

„Grünen-Chef Robert Habeck spricht im Interview RP-online*  über einen besseren Tierschutz, Grundrente und Soli sowie seine Strategie für einen Regierungswechsel in Berlin. Die neue CDU-Chefin kritisiert er für ihre Flüchtlingspolitik.

Von Birgit Marschall und Holger Möhle

Robert Habeck ist pünktlich auf die Minute. Der Grünen-Vorsitzende hat einen engen Terminkalender, schließlich führt er eine Fast-20-Prozent-Partei, die in einer nächsten Bundesregierung eine tragende Rolle spielen könnte.

Herr Habeck, kaufen Sie Biofleisch auch mal bei Aldi oder Lidl?

Nein, weil ich kein Fleisch esse.

Auch keine Tofu-Produkte?

Doch, klar, manchmal, auch Hummus, Getränke, Konserven.

Aldi und Co. haben ein eigenes Tierwohl-Label eingeführt, das faire Tierbehandlung anzeigt. Kommt Frau Klöckner, die Landwirtschaftsministerin, mit ihrem Label nicht viel zu spät?

Die Discounter zeigen, dass man eine Haltungskennzeichnung verbindlich für alle tierischen Produktketten einführen kann. Faktisch macht der Handel das, was man von der Bundesregierung eigentlich erwarten würde. Das Tierwohl-Label von Frau Klöckner soll ja erst ab 2020 und auch nur freiwillig eingeführt werden. Wir lassen wertvolle Zeit verstreichen. Währenddessen stellen sich die Landwirte auf die Produktionsbedingungen der verschiedenen Discounter ein, wodurch sie aber in eine immer größere Abhängigkeit von ihnen geraten. Die Landwirte werden also von Frau Klöckner alleingelassen und immer stärker der Marktmacht der einzelnen Supermarktketten ausgesetzt.

Und was muss dagegen geschehen?

Wir brauchen sofort eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte mit einem klar definierten Rahmen für die Standards.

Ihr Heimatland Schleswig-Holstein hat vorübergehend Tiertransporte in Drittländer außerhalb der EU gestoppt. Wie verhindert man einen Flickenteppich von ständig neuen Länderregelungen?              

Außerhalb der EU-Grenzen gibt es keine Möglichkeiten mehr zu kontrollieren, wie etwa Rinder auf dem Exportweg nach Nordafrika gehalten werden. Teilweise haben die Tiere nichts zu trinken, können sich nicht bewegen, sind über Tage eingepfercht. Deswegen ist es vorbildlich von meinem Nachfolger in Schleswig-Holstein, Jan-Philipp Albrecht, diese Tiertransporte vorübergehend zu stoppen. Angeblich werden die Tiere aber nun über Nachbarbundesländer exportiert. Das macht deutlich, dass dringend eine bundesweite Antwort gegeben werden muss.

Wie soll die aussehen?

Wir brauchen ein bundesweites Verbot von Tiertransporten in Länder außerhalb der EU. Die Bundeslandwirtschaftsministerin jedoch weist die Verantwortung dafür von sich. Diese Verweigerungshaltung, Probleme zu lösen, ist wirklich bedenklich.

Auch gegen das Bienensterben gibt es Handlungsbedarf. Reichen da die bestehenden Regelungen zum Verbot bestimmter Pflanzenschutzmittel?

Nein. Wir brauchen konkrete Maßnahmen. Erstens: Die Anzahl der Flächen ohne Pestizideinsatz muss deutlich vergrößert werden, zu nennen wären Wasser- und Naturschutzgebiete sowie die Felder des ökologischen Landbaus. Zweitens sollten wir die giftigsten Pflanzenschutzmittel aus dem Verkehr ziehen. Und drittens brauchen wir eine Pestizidsteuer. Sie ist ein wirksames Mittel, um den Einsatz zu reduzieren, wie Studien der Fraunhofer-Institute zeigen, die Erfahrungen aus anderen Ländern einbeziehen. Eine Pestizidsteuer würde zu einem sparsameren Einsatz führen. Mit dem Geld, das man einnimmt, könnte man mechanische, von digitaler Technik unterstützte Unkrautbekämpfung fördern.

Dass Herr Söder nach dem Volksbegehren zum obersten Bienenschützer mutiert, hat Sie überrascht?

Man wird ihn an seinen Taten messen müssen. Ich habe ja eben ein paar Beispiele dafür genannt, was nötig wäre, um das Bienensterben zu stoppen. Wir werden sehen, ob die CSU als Teil der Bundesregierung zu solchen Schritten bereit ist.

Wie geht die Koalition denn mit dem Klimaschutzgesetz der Umweltministerin um?

Die Umweltministerin versucht umzusetzen, was die Pariser Klimaschutzziele verlangen – und was auch im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Die Blockade der Union dagegen ist extrem irritierend. Denn sie bedeutet: Wir wollen uns eigentlich doch nicht an das Pariser Klimaschutzabkommen halten. Dazu passt, dass von der CDU und CSU – bis hin zur von mir persönlich geschätzten Frau Kramp-Karrenbauer – Klimaschutz und Wohlstand permanent gegeneinander ausgespielt werden. Dabei ist es doch genau umgekehrt: Nur mit Klimaschutz wird es gelingen, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung zu erhalten. Sonst werden die Brüche immens.

Die Bundesregierung fürchtet, dass Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren gehen, wenn US-Präsident Donald Trump die Einfuhrzölle auf deutsche Autos erhöht. Sind Sie für Gegenzölle der EU?

Europa muss geschlossen sein und darf sich nicht von Trump erpressen lassen. Trump scheint nur die Sprache des Gegendrucks zu verstehen. Deswegen halte ich es für zwingend, dass Europa die Kraftprobe mit Trump wagt. Europa muss bereit sein, Zölle auf US-Produkte im Gegenzug erhöhen. Dabei geht es nicht nur um Jeans oder Motorräder, sondern auch um Produkte der amerikanischen Schlüsselindustrien. Das ist kein Szenario, das ich will. Aber um es zu verhindern, darf man jetzt nicht klein beigeben; und vor allem darf man sich nicht spalten lassen.

Die Union will den Soli für alle abschaffen und begründet das auch mit der schwächelnden Konjunktur. Warum sind Sie dagegen?

Wir wollen den Soli-Ost umwandeln in einen Soli für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland. Regionen etwa, die vom industriellen Strukturwandel besonders betroffen sind, aber auch Kommunen mit Wohnungsnot, brauchen Fördergeld. Die Aufgabe fällt ja nicht weg, wenn man den Soli abschafft. Die Alternative wäre ja, dass die dafür notwendigen Mittel woanders hergenommen werden müssten. Und die Steuereinnahmen steigen nicht mehr.

Halten Sie eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, wie die SPD sie will, für richtig?

Die Grundrente der SPD entspricht in weiten Teilen unserem Vorschlag der Garantierente. Wir wollen auch keine bürokratisch aufwändige Bedürftigkeitsprüfung.

Lässt sich mit einer Garantierente Altersarmut bekämpfen?

Sie ist für die Ärmsten im Alter eine Antwort. Aber sie reicht nicht, um den Lebensstandard zu sichern. Wir brauchen darüber hinaus eine Stabilisierung des Rentenniveaus und eine Stärkung der privaten Altersvorsorge. Wir schlagen einen staatlichen Bürgerfonds vor, in den jeder für seine Alterssicherung zusätzlich zur gesetzlichen regelmäßig einzahlen soll. Der große Unterschied zur Riester-Rente ist, dass nicht die privaten Anbieter die Produkte anbieten, sondern der Staat einen großen Aktien- und Anlage-Fonds unterhält, das ist vergleichsweise sicher und spart Verwaltungskosten und Provisionen. Denn wir sehen ja, dass das Riester-System nicht funktioniert.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat von Angela Merkel die CDU übernommen. Wann erwarten Sie den Führungswechsel im Kanzleramt?

Angela Merkel hat gesagt, sie will bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzlerin bleiben. Eine Frau, ein Wort. Sie hat zwar auch gesagt, sie wolle Parteivorsitzende bleiben und hat dann den Rückzug angetreten. Aber ich glaube trotzdem gern, was man mir sagt.

Was heißt das denn für die Grünen, wenn es doch so käme und Merkel vorzeitig abtreten würde?

Für meine Partei hieße das erst mal gar nichts. Diese Frage würde sich ja, wenn, an die Fraktionen von CDU/CSU und SPD stellen, ob sie im Bundestag Frau Kramp-Karrenbauer zur neuen Bundeskanzlerin wählen würden. Da wir keinen Koalitionsvertrag mit den Unionsparteien haben, stellt sich diese Frage für uns nicht.

Aber würden Sie Frau Kramp-Karrenbauer, die CDU-Vorsitzende, im Falle eines vorzeitigen Amtsverzichts von Frau Merkel denn mitwählen?

Ich sehe nicht, warum wir darüber überhaupt nachdenken sollten.

Ginge ein solcher Wechsel der Bundeskanzlerin ohne Neuwahl?

Formal ja.

Und Ihrer Vorstellung nach?

Irgendwann wählt Deutschland wieder. Bis dahin vergeuden wir unsere Kraft nicht mit dem Was-könnte-vielleicht-irgendwann-sein.

Was schätzen Sie an Frau Kramp-Karrenbauer?

Sie ist zugewandt, sie hört zu. Unsere Treffen als Parteivorsitzende waren von gegenseitigem Respekt geprägt – auf der persönlichen Ebene. Politisch ist die CDU seit ihrem Parteitag im vergangenen Dezember in Hamburg dabei, Identitätsvergewisserung zu betreiben. Ich finde die Äußerungen von Frau Kramp-Karrenbauer nach dem CDU-Werkstattgespräch, die ja besagen, dass man in der Flüchtlingspolitik im Zweifel eben nicht mehr dem Merkel-Kurs folgen würde, bemerkenswert – und bemerkenswert falsch. Damit wird der Kurs von Angela Merkel zugunsten der Seehofer-Linie verlassen. Auch in der Klimapolitik bewegt sich die CDU in die falsche Richtung. Und die Union scheut davor zurück, den Autokraten Viktor Orbán aus der Europäischen Volkspartei zu werfen, deren Spitzenkandidaten sie mit Manfred Weber ja stellt.

Was heißt das für Schwarz-Grün?

Wir sind Wettbewerber um die besten Ideen und die zukunftsfähigste Politik für Deutschland und Europa. Wir sind nicht Koalitionspartner im Wartestand. Statt auf das Wer-mit-wem richten wir unsere Kraft auf das, was gesellschaftlich passiert und was nötige politische Antworten sind.“

 

Gärten des Grauens

Naturgärten statt Schottergärten!

Die BUND-Regionalgeschäftsstelle Weser-Elbe appelliert jetzt an Bürgerinnen und Bürger sowie an Unternehmen, ihre Hausgärten bzw. Umgebungsgrün nicht als Schottergärten anzulegen sondern als Lebensraum für Wildblumen und Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Denn die ökologischen Folgen der Schottergärten seien gravierend, so der Umweltverband.

Foto: „BUND / Eike Rachor“  

„In den Schottergärten wächst nichts mehr. Kaum ein Tier findet Unterschlupf. Gartenboden und jegliches Bodenleben werden durch dicke Steinschichten abgedeckt. Regenwasser kann oft nicht mehr versickern“, erläutert Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Schnell bilden sich Moos- und Algenbeläge, die dann mit Gift beseitigt werden. Diese Steinwüsten schaden der biologischen Vielfalt und fördern das Insekten- und Vogelsterben, weil die Tiere dort keine Nahrung finden können!“

Dabei könnten Hausgärten und die Umgebungsflächen in Gewerbegebieten viele Möglichkeiten für den Artenschutz bieten. Quellmalz: „Gärten und unbebaute Gewerbeflächen mit bunten Blühpflanzen nutzen Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten gerne als Nahrungsquelle. Außerdem wirkt ein Rasen mit Gänseblümchen & Co wirkt auf viele Menschen viel freundlicher als ein perfekt grüner langweiliger Superrasen.“

Die Schottergärten verursachen darüber hinaus einen unnötigen Ressourcenverbrauch und schaden dem Klima durch überflüssige Transporte, denn das Steinmaterial stammt oftmals aus China oder Indien.

Der BUND appelliert aber nicht nur an die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch an die Bauämter, sich stärker für die Begrünung und Bepflanzung von Vorgärten und Umgebungsflächen von Unternehmen einzusetzen.

Weitere Infos über Stadtnatur und Insektenschutz gibt es unter http://www.BUND-Weser-Elbe.de.

Das ist uns doch scheißegal – Hauptsache billig

Allein in Europa verbringen viele hundert Millionen Tieren den größten Teil ihres Lebens in einem Käfig – für den Profit der Agrarkonzerne. Viel zu viele werden gar von der Geburt bis zum Tod eingesperrt. Mutterschweine sind gezwungen, ihre Ferkel in engen Kisten zu stillen. Enten und Gänse werden grausam zwangsernährt, um rasch an die begehrte Stopfleber zu kommen. Kaninchen und Wachteln verbringen ihr ganzes Leben in kargen Käfigen.
Schon 2014 besuchten unsere Partner verdeckt 16 Kaninchenfabriken in fünf EU-Ländern – Italien, Griechenland, Tschechien, Polen und Zypern. Sie dokumentierten schreckliches Leid. Lebende Kaninchen saßen in vielen Fällen zwischen verrottenden Kaninchenkadavern und Haufen von alten Fäkalien. [1]
Glücklicherweise gibt es etwas, das wir tun können, um dieses Leid zu lindern und mehr als eine Million Europäer/innen haben schon die Europäische Bürgerinitiative (EBI) unterzeichnet, mit der wir ein Verbot von grausamer Käfighaltung fordern. [2]
Da die EBI ein offizielles Verfahren der Europäischen Union ist, wird genau geprüft, dass alle Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern der EU sind. Da reicht es nicht, die Mindestsumme von einer Million Unterschriften zu haben. Bis zu 20% aller Unterschriften werden von den Behörden abgelehnt.

Das Wohlergehen der Tiere liegt vielen Europäern am Herzen – 94 Prozent halten es auch bei Nutztieren für wichtig und immerhin noch 82 Prozent wollen, dass sie besser geschützt werden. [3]

Die EBI ist der einzige Weg, der die EU-Spitzen zwingt, auf unsere Argumente zu reagieren. Sie müssen uns anhören, sie müssen unsere Forderungen annehmen – oder mit einer ernsthaften Begründung ablehnen.
Eine EBI kann sogar dazu führen, dass die Kommission ein neues EU-Recht vorschlägt – genau so ist es in der Folge unserer EBI gegen das Ackergift Glyphosat gekommen. Damals haben wir 1,3 Millionen Unterschriften übergeben. Bei unserer EBI gegen Käfighaltung haben wir die Millionenmarke letzte Woche überschritten, jetzt brauchen wir noch einen großen Schub von uns Bürgerinnen und Bürgern in der EU, dann wird die EBI anerkannt.

Die Art und Weise, wie Tiere in Europa eingepfercht sind, verhindert viel zu oft, dass sie mit Artgenossen sozialen Kontakt pflegen können, ein Bedürfnis, das Tiere genauso haben wie wir Menschen. Viele von ihnen müssen ständig die gleiche künstliche Haltung einnehmen, nur um überhaupt in ihre Käfige zu passen! Sie können sich nicht strecken oder einfach nur umdrehen.
WeMove fordert seit Langem eine nachhaltige Landwirtschaft in Europa. Und da gibt es Vieles, was in der Landwirtschaft leider nicht gut läuft. Gemeinsam forderten wir ein Ende der industriellen Fleischproduktion, deutlich weniger Pestizide und jetzt ein Ende der Massentierhaltung in Käfigen. Mit der Europäischen Bürgerinitiative haben wir eine echte Chance, grausame Käfighaltung in der europäischen Landwirtschaft abzuschaffen.
Solidarische Grüße
Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove.EU-Team

Referenzen:
[1, 3] Extreme Enge ist immer noch ein Merkmal von Haltungssystemen vieler verschiedener Arten.
https://www.ciwf.org.uk/media/7434596/end-the-cage-age-why-the-eu-must-stop-caging-farm-animals.pdf
[2] http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/open/details/2018/000004

 

Glygirl mag es süß und freut sich

Ein gemeinsames Video von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit einem führenden Nestlé-Manager stößt vielfach auf Kritik. Zahlreiche Userinnen und User warfen Klöckner etwa auf Twitter vor, dass diese sich von dem umstrittenen Lebensmittelkonzern für PR-Zwecke ausnutzen lasse. Unter den Kritikern sind auch prominente Politikerinnen und Politiker wie Grünenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt und der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach.

Dem Lebensmittelkonzern Nestlé werden fragwürdige Geschäftspraktiken vorgeworfen.

Das Video war am Montag vom Landwirtschaftsministerium auf Twitter veröffentlicht worden. Darin tritt Klöckner gemeinsam mit Nestlés Deutschland-Chef Marc-Aurel Boersch auf und lobt das Unternehmen dafür, dass es den Zucker-, Salz- und Fettgehalt seiner Lebensmittel reduziert habe.

Die QUEEN

und der Trampel

„Wir stehen im 21. Jahrhundert neuen Herausforderungen gegenüber. Der Jahrestag des D-Day erinnert alle unsere Länder daran, was wir zusammen erreicht haben. Nach den gemeinsamen Opfern des Zweiten Weltkriegs haben Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit anderen Verbündeten für die Errichtung einer Sammlung von internationalen Institutionen gearbeitet, um sicherzustellen, dass sich die Grauen der Vergangenheit nie wiederholen. Während sich die Welt verändert hat, sollten wir für immer sorgsam mit dem eigentlichen Ziel dieser Strukturen umgehen: dass Nationen zusammenarbeiten, um den hart errungenen Frieden zu sichern.“

Ein klares Plädoyer der Queen für den Multilateralismus, und das gerichtet an einen Ehrengast, der seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 Institutionen wie die Vereinten Nationen, die Europäische Union und größtenteils auch die Nato als unnütze Einrichtungen verdammt, die er zugunsten des Nationalstaats lieber abgeschafft sähe. Der den Brexit als die beste Entscheidung betrachtet, die die Briten hätten treffen können, weil „ein starkes und unabhängiges Vereintes Königreich so wie ein starkes und unabhängiges Amerika ein wahrer Segen für die Welt ist“. Der in seiner Tischrede lieber von der „Souveränität und Selbstbestimmung“ der Briten sprach als von der Kooperation zwischen Staaten.

© REUTERS Donald Trump, Elizabeth II., First Lady Melania Trump, Prinz Charles und seine Frau Camilla beim Dinner Quelle: REUTERS

Die Leviten gelesen

© Getty Images/WPA Pool

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Das geht alles viel zu schnell! – Angela . . . . . bitte mach weiter!

Es folgt Schlag auf Schlag.

Erst Rezo, dann Annegret und Philipp, dann die Jugendlichen Youtuber, dann Europa, dann Andrea.

Das Volk kann nicht mehr volken; wie an der Orthographie zu sehen, ist es total verwirrt und hat nur noch einen Wunsch:

Angela mach bitte weiter!

Kann man sich einen Wechsel zu dieser Frau vorstellen?

 

 

 

 

Oder zu dieser?

Die Reaktion kommt prompt


Nach YouTuber-Video
„AKK“ will über „Meinungsmache“ reden
Das YouTube-Video „Die Zerstörung der CDU“ wurde millionenfach geklickt. Nun regt CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer eine Debatte an, ob Äußerungen im Internet vor Wahlen reguliert werden sollten.
Sie hat Regeln für politische „Meinungsmache“ im Internet in Wahlkampfzeiten ins Gespräch gebracht. Für ihre Äußerungen erntete sie heftige Kritik. Hintergrund ihrer Überlegung ist ein Wahlaufruf mehrerer YouTuber vor der Europawahl gegen CDU und SPD.
„Was wäre eigentlich in diesem Lande los, wenn eine Reihe von, sagen wir, 70 Zeitungsredaktionen zwei Tage vor der Wahl erklärt hätten, wir machen einen gemeinsamen Aufruf: Wählt bitte nicht CDU und SPD. Das wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen“, erklärte Kramp-Karrenbauer in Berlin. Ein solcher Aufruf hätte eine heftige Debatte in diesem Land ausgelöst, argumentierte sie weiter. „Und die Frage stellt sich schon mit Blick auf das Thema Meinungsmache, was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten eigentlich für den digitalen Bereich, ja oder nein.“ Dies sei eine fundamentale Frage, „über die wir uns unterhalten werden, und zwar nicht wir in der CDU, mit der CDU, sondern, ich bin mir ganz sicher, in der gesamten medienpolitischen und auch demokratietheoretischen Diskussion der nächsten Zeit wird das eine Rolle spielen.“

Nicht nur die Opposition kritisiert Kramp-Karrenbauer,
in den sozialen Netzwerken wurden ihre Worte dahingehend verstanden, sie habe die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen angeregt.

Übrigens: Die Wahlaufrufe von den Kanzeln der katholischen Kirche an Wahlsonntagen in den 1950ern und 1960ern sind AKK sicher nicht bekannt. Das ist wohl der „Gnade der späten Geburt“ geschuldet.

Dazu der Kommentar von Thomas Schmoll – ntv 

„. . . . . .  Die Vorstellung, dass diese Frau, der offenbar strategisches Geschick fehlt, Kanzlerin werden und Deutschland in Brüssel vertreten soll, ist schwer auszuhalten. Also: Besser nicht!“

Weiterlesen . . . . .

AKK_Meinungsmache_Kommentar_Thomas_Schmoll_ntv