NEIN zu Glyphosat

21. Oktober 2017

Erfolg im Europaparlament: Umweltausschuss sagt Nein zu Glyphosat!

 

Von Sven Giegold & Martin Häusling

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

am 19. Oktober hat der Umweltausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit (39 Ja-Stimmen, 9 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen) gegen die Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat gestimmt. Die Mehrheit kam zustande durch die Strmmen von Sozialdemokraten, Grüne, Linke, einen Teil der Liberalen und gegen Rechtskonservative, andere Liberale. Die Christdemokraten haben sich überwiegend enthalten, statt den Schutz von Umwelt und Verbrauchern nach vorne zu stellen! Trotzdem: Das ist ein großer Erfolg für uns Grüne und die Kampagne der Zivilgesellschaft gegen Glyphosat! Zeitgleich erreichte unsere Petition gegen diese Neuzulassung des Ackergifts 80.000 Unterschriften innerhalb von nur einer Woche: http://www.change.org/glyphosat
Bitte helft mit/helfen Sie mit: Unterzeichnen Sie unsere Petition und verbreitet sie weiter!
Die heutige Entscheidung des Umweltausschusses ist ein weiterer schwerer Schlag gegen das gefährliche Gift Glyphosat. Nächste Woche wird das Europaparlament im Plenum über die Resolution abstimmen. Damit steigt der Druck auf die Mitgliedsländer, die Genehmigung für Glyphosat endgültig auslaufen zu lassen. Jetzt müssen EU-Parlamentarier und die Zivilgesellschaft die Chance nutzen, und das Gift vom Acker holen.
Gestern hat unsere Fraktion eine neue Studie zu Glyphosat veröffentlicht. Sie belegt die Gefährlichkeit des Gifts für die Natur und unsere Gesundheit. Vor allem zeigen wir auf, wie Alternativen zu dem Ackergift aussehen: https://www.greens-efa.eu/files/doc/docs/ab61fee42c3217963d3a43bd1c4b1e09.pdf
Wenn in der nächsten Woche das Plenum des Europaparlaments der Linie des Umweltausschusses des Parlaments (ENVI) und der Forderungen der Bevölkerung folgt, wäre das ein schwerer Schlag gegen die kurzfristigen Interessen von Monsanto und Co. Wir werden in den nächsten Wochen alles tun, damit es im Rat der Mitgliedsländer keine Laufzeitverlängerung für Glyphosat gibt. Hier kommt es jetzt auf die deutsche Bundesregierung an, die kritische Haltung von Frankreich und Italien zu unterstützen. Gerade während der laufenden Jamaika-Verhandlungen wäre eine Zustimmung der amtierenden Bundesregierung zu Glyphosat ein schwerer Vertrauensbruch. 
 
Mit grünen europäischen Grüßen,
Sven Giegold

 

Advertisements

Moor – und nichts als Moor – da versinkt noch mehr

9. Oktober 2017

A20 bei Tribsees gesperrt: Autobahn bricht einfach weg

Mehrere Meter der A20 sind einfach weggebrochen. (Foto: Twitter/Polizei Stralsund)

A20 nahezu nicht mehr befahrbar

Die A20 war in der Nähe der Ausfahrt Tribsees schon länger gesperrt. Jetzt ist die Autobahn nahezu nicht mehr befahrbar. Von der Fahrbahn in Richtung Lübeck ist nicht mehr viel zu sehen. Die Asphaltdecke ist komplett abgesackt und in mehrere große Teile zerbrochen. Autofahrer müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen.


Autofahrer müssen in beiden Richtungen mit massiven Behinderungen rechnen.
© dpa, Bernd Wüstneck, bwu pat

Passiert ist zum Glück niemandem etwas. Denn die eine Seite der Fahrbahn war bereits seit dem 25. September gesperrt, weil die Fahrbahn schon da leicht abgesackt war. Autofahrer in Richtung Lübeck wurden über eine Spur auf der Gegenfahrbahn umgeleitet. Weil aber nun mehrere Meter der Autobahn komplett wegbrachen, geht das ab sofort nicht mehr.
Aus Sicherheitsgründen ist die A20 nur noch auf einer Spur in Richtung Stettin befahrbar. Alle anderen Autofahrer müssen von der Autobahn abfahren und werden über die L19 umgeleitet, teilte die Polizei Stralsund mit.
Die Ursache für den Schaden ist noch nicht geklärt. Möglicherweise seien mehrere Betonstützen unter dem Fahrbahndamm gebrochen, berichtete die ‚Ostsee-Zeitung‘.

 

 

 

 

Hier ist die Lösung (Fotos in umgekehrter Reihenfolge!); unser Fotograf konnte (und wollte) nicht helfen. Wir schämen uns für ihn!

 

 

 

 

 

Aufatmen in Europa – die „Schwarze Null“ geht

9. Oktober 2017

Eurogruppe: Europa atmet auf, wenn Schäuble geht

Zum heutigen Treffen der Eurogruppe, welches das letzte Treffen für den
scheidenden Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sein wird, sagt der
wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im
Europäischen Parlament, Sven Giegold:

„Viele Länder in Europa atmen auf, wenn Schäuble die Eurogruppe
verlässt. Nicht nur Schäuble muss gehen, sondern auch seine
Austeritätspolitik. Doch auch wenn viele Länder berechtigte Kritik an
Schäuble haben, hat der Finanzminister auch Großes in der
internationalen Finanzpolitik erreicht. Schäuble hat den Kampf gegen
Steuerflucht und Steuervermeidung deutlich vorangebracht. Gerade dank
Schäuble ist das Ende der Steueroasen in Sicht. In der Euro-
Krisenpolitik ist jedoch mit einem Personalwechsel in der
Bundesregierung auch ein Politikwechsel nötig: In Portugal wird
Schäubles Austeritätsdogma derzeit widerlegt. Die Genesung der
portugiesischen Wirtschaft zeigt, dass nach den notwendigen
Strukturreformen nicht sparen, sondern investieren der richtige Weg
ist. Nicht obwohl, sondern weil Portugal Renten und untere Einkommen
anhebt, erholt sich das Land. Auch in Spanien zeigt sich aktuell
Schäubles Irrtum. Erst jetzt wenn die Wirtschaft brummt, kann der IWF
wieder Einsparungen empfehlen. Sparen in der Krise erhöht letztlich
Arbeitslosigkeit und Armut genauso wie die Verschuldung.
Strukturreformen sind Teil der Medizin, einseitiges Sparen hingegen
Gift für die Wiederbelebung der Wirtschaft.

 

Eine personelle Erneuerung steht auch für den Chefposten in der
Eurogruppe an. Wenn Jeroen Dijsselbloem seinen Platz im Januar räumen
wird, sollte die Eurogruppe personell und inhaltlich einen neuen Kurs
einschlagen. Einen guten Aufschlag für eine Reform der Eurozone hat
Macron gemacht. Der kommende deutsche Finanzminister sollte an der
Seite Frankreichs für einen europäischen Finanzminister eintreten, der
dem Europaparlament verantwortlich ist.“

 

Tendenz: Stetig nach oben

9. Oktober 2017

Die für Verkehrs- und Siedlungsbauten benutzten Flächen nehmen in Niedersachsen zu.

Wie das Statistische Landesamt Niedersachsen Anfang Oktober mitteilte, waren 2016 rund 66 300 Hektar – 14 Prozent der Landesfläche – für Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt. Das sind 3694 Hektar oder 0,6 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Rein rechnerisch wurden pro Tag 10,1 Hektar in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt, was in etwa 14 Fußballfeldern pro Tag entspricht. 37 Prozent dieser Fläche (= 1366,78 Hektar) werden für den Verkehr – und hier überwiegend für den Straßenverkehr – der Natur entnommen.

 

Weitere Informationen: https://a20themenblaetter.jimdo.com/

Innovation im Schienengüterverkehr

6. Oktober 2017

Ein Beitrag von LOGISTIK HEUTE 

Schienengüterverkehr: Auch ohne eigenen Werksanschluss: Spezielles Verschiebesystem soll mehr Güter auf die Schiene bringen.

Foto: ÖBB/Mikula

Waren mit dem Lkw schnell und effektiv zur Bahn bringen: Das ist das Ziel des österreichischen Projekts „Combi Coop II“. Das Vorhaben wird vom Austrian Wirtschaftsservice gefördert und federführend von der Firma Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (FCP) betrieben. Unternehmen, die nicht über einen eigenen Bahnanschluss verfügen, sollen die Vorteile des Kombinierten Verkehrs auf der Schiene schmackhaft gemacht werden.

Ohne Terminalausrüstung verschieben

Der erste Probetransport wurde Anfang Oktober mit dem Mobiler-System der Rail Cargo Group (RCG), der Güterverkehrssparte der Österreichischen Bahn ÖBB, durchgeführt. Durch das spezielle Behälterverschiebesystem der Mobiler-Technologie können Container von einer einzigen Person und ohne Terminalausrüstung zwischen Lkw und Eisenbahnwagon umgeschlagen werden. Das funktioniert mit einer hydraulischen Hub- und Verschubvorrichtung. Ein erster Probetransport sei erfolgreich gewesen, teilt die ÖBB mit. Weitere seien geplant.

ZDFzoom – Bahn ohne Plan

5. Oktober 2017

Beim Bahngüterverkehr steht Deutschland auf der Bremse. Während unsere europäischen Nachbarn viel Geld investiert haben, fehlen hierzulande eigene Gütertrassen.

Damit wird Deutschland zum Flaschenhals Europas. Es fehlt offensichtlich an einem Gesamtkonzept. Stattdessen betreibt die Bahn Flickschusterei auf Kosten der Gesundheit von Anwohnern – so der Vorwurf von Bürgerinitiativen und Experten.
Das gestresste Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz ist der wundeste Punkt der Nord-Süd-Magistrale zwischen Rotterdam und Genua: Auf den beiden Rheinseiten donnern täglich 400 Güterzüge und 150 Personenzüge wenige Meter an Wohnhäusern vorbei durch das vormals idyllische Weltkulturerbe.

Und das könnte jetzt auch in Frankfurt passieren: „ZDFzoom“ vorliegende Dokumente aus der Bahnspitze und Interviews mit Politikern belegen, dass die Bahn eine teilweise Umleitung der Güterzüge von Koblenz über das mittelhessische Gießen, entlang der Nidda in die Wetterau, über Bad Vilbel und Frankfurt West, bis zur geplanten Mannheim-Anbindung am Frankfurter Flughafen durchsetzen will. Täglich sollen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes bis zu 220 schwere Güterzüge durch dichte Wohnsiedlungen rattern, wo bisher gerademal 23 unterwegs sind.

Ganz anders die Verkehrspolitik unserer europäischen Nachbarn: Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels wurde ein Meilenstein für den europäischen Güterverkehr auf Schienen gelegt. Von Rotterdam, dem drittgrößten Seehafen der Welt, bis Genua werden derzeit etwa zehn Millionen Container auf der 1400 Kilometer langen Schienen-Magistrale transportiert. In zehn Jahren soll es das Dreifache sein, prognostizieren Verkehrsexperten. Die Niederlande haben 4,7 Milliarden in ihr Schienennetz und damit in die Beschleunigung des Güterverkehrs investiert, die Schweiz nach 17-jähriger Bauzeit und immensem finanziellem Aufwand für das Licht am Ende des Tunnels gesorgt, und auch die Italiener haben ihre Hausaufgaben bis Genua gemacht.

In Deutschland werden dagegen das Mittelrheintal und die künftig verlärmten Teile Hessens zum Beispiel für eine fehlgeleitete Bahnpolitik, die sich beim Großprojekt Genua-Rotterdam niederschlägt. Dabei gäbe es sozial-und umweltverträgliche Alternativen, die zusätzlich mehr Güter auf die Schiene bringen könnten.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-bahn-ohne-plan-100.html

ZDF-Doku: Superhafen der Zukunft

4. Oktober 2017

Wer den Super-Hafen der Zukunft gestaltet, muss heute mit der Planung beginnen, Entwicklungen antizipieren und Trends erkennen. 
Momentan scheinen dem Größenwachstum der Containerschiffe keine Grenzen gesetzt. Die Folge: Immer mehr Ladung muss in kürzester Zeit von A nach B transportiert werden. Wie reagieren die Häfen auf die damit verbundenen Herausforderungen?

Olaf Merk vom International Transport Forum der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht dieser Frage nach. Er begutachtet die Häfen von Hamburg, Rotterdam und Dubai, spricht mit Verantwortlichen über Zukunftspläne und Strategien.
Größe oder Automatisierung?
Der Jebel Ali Port in Dubai setzt auf Expansion und baut ein Terminal nach dem anderen ins Meer. Doch ist das angesichts des rückläufigen Welthandels überhaupt sinnvoll? Im Hamburger Binnenhafen ist Flächenwachstum dagegen unmöglich. Welche Strategie haben sich die Hafenbetreiber hier überlegt? Rotterdam hat die ersten vollautomatisierten Terminals der Welt. Wird der Arbeiter hier zukünftig überflüssig und das Terminal zum menschenleeren Industriegebiet?

Die Digitalisierung hat im Hafen längst Einzug gehalten. Führerlose Fahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles, fahren selbstständig die Ladung zum Lager. Container werden aus einem Bürogebäude per Joystick gelöscht. Wenn das die Gegenwart ist, wie sieht die Zukunft aus?

https://www.zdf.de/…/zdfinfo-doku/super-hafen-der-zukunft-102.html