„Sexting“ . . . . . . . nackt im Netz*

Nach Care-Paketen, Kaugummi, Coca Cola (lang, lang ist’s her) . . . . . . . jetzt wieder ein aktueller Trend aus Amerika: Sexting

„Sexting“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden Wörtern „Sex“ und „texting“ zusammen. Texting kann als „Versenden von Wörtern und Bildern“ übersetzt werden. Bei Sexting geht es vor allem um Nacktfotos von jungen Mädchen, die ins Internet gestellt werden. Von den USA aus verbreitete sich dieser Trend in alle Welt. Er ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen.

Eltern und Lehrer sind oft ahnungslos, wofür Handys genutzt werden.

Nur durch Zufall wurde ein Schulleiter aufmerksam: Eine Schülerin hatte sich ihm anvertraut: „Die Lehrer wissen gar nicht, was so unter uns Jugendlichen alles vorgeht.“ und damit das Thema publik gemacht.

Mädchen machen mit ihrem Handy Nacktfotos von sich und stellen diese dann ins Internet.

Was sie dazu bewegt ist vielschichtig: Die einen betrachten das Ganze als „Mutprobe“, andere wiederum träumen von einer Model-Karriere, manchmal ist es auch der Gruppenzwang oder der Wunsch nach Anerkennung in der Gruppe.

10- bis 15-jährige Kinder können die Gefahren des Internet nicht einschätzen und viele Eltern wissen zudem nicht, was ihre Kinder mit ihren Handys treiben.

Das Internet vergisst nichts!

Das wissen zum Beispiel auch die zukünftigen Lehrherren oder Personalchefs. Der Blick ins Internet wird mittlerweile bei fast allen Einstellungen getätigt und viele Bewerber wundern sich, wenn sie auf ihre Bewerbung noch nicht einmal eine Absage erhalten. Ursache kann ein „Grölgesicht“ sein, das man in jungen Jahren in einer Sauflaune ins Internet gestellt hat oder eben auch diese Trendfotos.

Schulfach „Internet“ . . . .

. . . . ist in der heutigen Zeit dringend geboten. Ein Handy oder der Internetzugang kann für Kinder und Jugendliche nicht verboten werden. Dazu ist es erstens zu spät und zweitens würde ein Verbot nur das Interesse wecken. Das Thema sollte auch nicht den Eltern allein überlassen bleiben, da viele von ihnen überfordert wären, zumal die Sprösslinge den Erwachsenen oft meilenweit voraus sind.

Deshalb die Forderung:

Die Lehrpläne müssen entrümpelt und das Fach „Internet“ muss eingeführt werden. Und: Es muss sehr schnell gehen! (MS)

*Quelle: NDR.de – Ratgeber, 30.10.2013

mistkaeferterror ist dem Ursprung dieses Trends auf der Spur und hat Folgendes herausgefunden:

Die beiden Ausspäh-Protagonisten der USA, Keith Alexander, Direktor des NSA, und James Clapper, Oberster Geheimdienstkoordinator, haben einen trockenen Job.

Beide sind altersmäßig vielleicht jenseits von aktivem Sex, verspüren aber immer noch ein Gribbeln bei aufreizenden Bildern. Ihr Arbeitsalltag ist bestimmt von Abhöraktivitäten weltweit und mittlerweile ist das ein recht langweiliges Geschäft: Allein 25 mal hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Kartoffelsuppen-Rezept mit diversen europäischen Regierungschefs ausgetauscht und 18 mal hat Francois Hollande mit Flammkuchen aus dem Elsass dagegengehalten. Das war für die Ausspäh-Profis dann doch zu viel und schon war in ihren Hirnen der Trend geboren: Sexting

Angst vor ihrem Dienstherrn (ein gewisser Herr Obama) brauchten sie nicht zu haben: Der weiß eh‘ von Nichts! (manfrech)

Aufgeschreckt? . . . . . . . Mitnichten!

Liebe Schulleiter, habt euch nicht so! Eure Chefin, Frauke Heiligenstadt, Kultusministerin in Niedersachsen, spricht von Einzelfällen. Fachleute sprechen dagegen von einem flächendeckenden Problem: Es soll jede vierte Schule in Niedersachsen betroffen sein. Das wären ganz schön viele Einzelfälle, Frau Heiligenstadt. Sie setzt immerhin auf Prävention und sieht einen Nachholbedarf in Sachen Internet. Eine Antwort auf die Frage ‚wie das funktionieren soll‘ gibt sie nicht. (MS)

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Neuland

25. Oktober 2013

Die Meldung liegt schon etwas länger zurück: Im Gespräch mit Barack Obama hatte unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel das Internet und den Umgang mit demselben als Neuland  bezeichnet. Das hatte ihr einiges an Häme eingebracht, war jedoch nicht negativ wahlentscheidend, da sie mit dieser Äußerung vielen Menschen aus der Seele sprach.

Nun betritt Angela Merkel wieder Neuland, was einer Meldung von AFP/dpa zu entnehmen ist, die mistkaeferteror in Auszügen übernimmt.

„Angela Merkel spricht ihrem Handy das Vertrauen aus 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Rätsel um ihr Mobiltelefon aufgeklärt: Beruflich benutze sie meist ein Handy, das auf die CDU zugelassen ist.

Das CDU-Handy dürfte nach Merkels Erklärung jenes sein, das vom US-Geheimdienst überwacht worden sein könnte. Sie habe immer darauf geachtet, Parteikommunikation und Regierungskommunikation zu trennen.

‚Deshalb benutze ich ein Handy, das auf das Konto der Partei läuft, damit ja nie der Eindruck entsteht, ich würde Regierungsgelder für Parteikommunikation verwenden‘.

‚Für alle staatspolitisch relevanten Kommunikationen gibt es Festnetzleitungen, Kryptoleitungen und, wenn man nicht am Ort ist, auch Krypto-Handys. Das heißt staatspolitisch relevante Kommunikation wird von anderen Handys geführt. Dass die, die weniger krypto sind, eher überwacht werden als die, die krypto sind, ist in der Logik ja vielleicht nicht ganz zufällig.‘

‚Es muss sich etwas ändern.‘ .“*

*AFP/dpa, 25.10.2013

mistkaeferterror: Der Knall des Schusses verhallt ungehört in der Ferne – aber: Der letzte Satz stimmt!

Rumsbums – Das kann jedem passieren

Stell dir vor, du fährst am späten Abend auf der A 1 und freust dich auf Zuhause. Im Autoradio läuft gerade der Song „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen . . . .“. In Gedanken bist du schon bei Frau und Kindern. Dann plötzlich vor dir: „Blaulicht“ markiert ein Stauende, weiter vorn steigt Rauch auf. Der Song wird unterbrochen durch den Verkehrsfunk . . . . . du weißt schon, was gemeldet wird, du siehst es ja: Da ist ein Unfall und da brennt es! . . . . im Verkehrsfunk hörst du noch von einem PKW, einem LKW, einem Brand und dass die Fenster geschlossen werden sollten. Bei der lauen Luft – durch Knopfdruck lässt du die Fenster nach oben schnurren.

Stell dir vor, du bist als Skipper mit deinem Boot auf der Ostsee unterwegs – es ist Nacht und die See ist ruhig. Dann plötzlich ein Rauschen, es wird immer lauter, dann kracht es fürchterlich. Im gleichen Augenblick gehen Positionslichter an – nicht bei dir – die waren ja an, sondern bei einem Containerfrachter. Der hat dein Boot gerade gerammt und fährt ohne sich um den Schaden zu kümmern einfach weiter. Deine Jacht treibt manövrierunfähig auf der Ostsee – der abgesetzte Notruf bringt die Rettung – ein Seenotrettungskreuzer bringt dich mit deinem Boot in den Hafen Von Glowe auf Rügen.

Was verbindet die beiden Geschichten?

Die Meldung

Unfallfrachter hatte radioaktive Ladung*

Ein russischer Frachter, der vor der Küste Rügens in der Nacht zum 18. Oktober mit einer Segeljacht kollidiert ist, hatte radioaktives Material geladen. Es handelte sich dabei um Gefahrgut der Klasse 7. Dazu gehört unter anderem Uranhexafluorid** und Urandioxid***.

Nach dem Unfall hatte die „Mikhail Lomonosov“ die Fahrt einfach fortgesetzt. Durch den Nord-Ostsee-Kanal erreichte der Frachter Hamburg, wo die radioaktive Fracht gelöscht wurde.

In Containern werden dann derartige Güter von Hamburg aus zur Brennelementefabrik nach Lingen oder zur Urananreicherungsanlage in Gronau gebracht. Ein Geleitschutz für die Gefahrguttransporte gibt es weder auf dem Wasserweg noch an Land.

Das verbindet die beiden Geschichten – die fiktive und die wahre!

*Panorama 3 – 22.10.2013

**Uranhexafluorid ist eine leicht flüchtige, äußerst giftige, radioaktive und korrosive Verbindung aus Uran und Fluor, die in der Urananreicherung eingesetzt wird.

***Urandioxid ist hochgiftig. Bei Kointakt mit der Luft kann sich der Stoff entzünden und eine Temperatur von mehr als 700 Grad Celsius erreichen.

Lizenz zum Töten

AFP, dpa

Mit ihren Drohnenangriffen in Pakistan haben die USA mehrfach das Völkerrecht gebrochen und möglicherweise sogar Kriegsverbrechen begangen. Zu diesem Ergebnis kommt Amnesty International in einem nun veröffentlichten Bericht*. Weiteres brisantes Detail: Deutschland soll dementsprechend die umstrittenen Angriffe unterstützt haben**.

„Mit dem strikt geheimgehaltenen Drohnenprogramm geben sich die USA eine Lizenz zum Töten, die menschliche Standards und das Völkerrecht vollkommen ignoriert“, erklärte der deutsche Ableger der Menschenrechtsorganisation bei der Vorstellung des Prüfberichts. Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, dem Drohnenprogramm strengere Regeln und mehr Transparenz verordnen zu wollen, seien bis heute „leere Versprechen“***.

*Amnesty Mitarbeiter hatten alle 45 Drohnenangriffe untersucht, die zwischen Januar 2012 und August 2013 in der Bergregion Nord-Waziristan geflogen worden waren.

**Die Bundesregierung hat dem Bericht zufolge dem US-Auslandsgeheimdienst CIA „Daten wie Handy-Nummern von späteren Drohnenopfern“ geliefert.

***Schließung von Guantanamo ebenso!

Minister betreibt Lobbyarbeit

Nachdem mistkaeferterror bereits am 10. Oktober über die Verflechtungen des niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr berichtet hatte, ging heute die Pressemitteilung der Initiativen gegen den Bau der A 20/22 ein, die wir gekürzt  veröffentlichen.

Minister betreibt Lobbyarbeit

Westerstede/Drochtersen. Medienberichten zufolge wurde Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Niedersachsen, jüngst als Stellvertreter im Parlamentarischen Beirat des Fördervereins Pro A 20 bestätigt. Oberstes Ziel von Pro A 20 ist ein möglichst schneller Bau der Küstenautobahn. Dass sich Minister Lies in eine verantwortliche Position des Lobbyvereins Pro A 20 begibt, dürfte nicht nur die Mitglieder der Initiativen gegen die A 20 irritieren. Viele Menschen nehmen Lobbyismus kritisch und meist negativ wahr. Nun müssen sie feststellen, dass der SPD-Minister an der Seite der CDU-Abgeordneten Astrid Vockert offenbar Lobbyarbeit für den Bau der A 20 betreibt.

Nach Ansicht der A 20-Gegner hat der Minister mit dem Zuständigkeitsbereich Verkehr die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zu beachten, wonach eine Umsteuerung des Güterverkehrs von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene höchste Priorität hat.  Der schwerwiegende Interessenkonflikt, der sich aus der Mitgliedschaft in dem Lobbyverein ergibt, könnte nach Überlegungen der A 20-Gegnern zur Folge haben, dass der Minister vom Mitwirkungsverbot bei Kabinettsentscheidungen zur A 20 betroffen ist.

Siehe auch „Niedersachsen: Minister Lies – ein Lobbyist“

Familie Quandt: „Danke Angela!“

Eine Großspende von 690.000 Euro sind an die CDU geflossen. Diese kam, aufgeteilt an die Hessen-CDU 180.000 Euro und die Bundes-CDU 510.000 Euro, von der Familie Quandt (die Familie hält 46,7 Prozent Aktienanteile an BMW).

Die Gegenleistung: Die Bundesregierung kämpft dafür, strengere Abgasnormen in Europa später einzuführen. (Die Bundesregierung verhinderte am Montag bei einem Treffen der EU-Umweltminister eine Einigung).

Mit Erfolg!

Davon profitieren besonders: BMW, Daimler, Audi und Porsche.

Dazu Verfassungsrechtler von Arnim in Spiegel-online: „Formalrechtlich sind diese Spenden nicht zu beanstanden. Dennoch haben sie ein Geschmäckle.“ Weiter: Das politische System bewege sich von einer Demokratie in Richtung Plutokratie*, wenn sich das Handeln der Regierung nach der Höhe der Spenden richtet.(MS)

*Plutokratie – Geldherrschaft; Staatsform, in der allein der Besitz politische Macht garantiert.

Siehe auch „Verkehr und Klima“, „Letzte Woche im Kanzleramt“, „Letzte Woche in Wolfsburg“

Niedersachsen: Minister Lies – ein Lobbyist

Olaf Lies ist als Minister des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die gesamte Infrastruktur des Landes Niedersachsen verantwortlich. Schienen, Straßen und Wasserwege gehören zu seinem Verantwortungsbereich. Die Effizienz dieser Verkehrswege hat für sein Ressort höchste Priorität, da der Wirtschaftsstandort Land Niedersachsen auf gute Verkehrswege angewiesen ist.

Aus dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Grüne geht hervor, dass der Güterverkehr von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene und, wenn möglich, auch auf die Wasserwege verlagert werden soll. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Es gibt jedoch einen Widerspruch, der in der Person des Ministers Olaf Lies begründet ist. Nach unserer Recherche ist Olaf Lies Mitglied im Förderverein Pro-A 20 und stellvertretender Vorsitzender des „Parlamentarischen Beirats“ des Fördervereins Pro-A 20. Dieser schwerwiegende Interessenkonflikt kann sich nicht mit den Aufgaben seines Amtes vertragen und widerspricht den Zielsetzungen des Koalitionsvertrages.

Olaf Lies ist zuständiger Minister und Lobbyist in einer Person.

Es gibt sicher kein Gesetz, das dies eindeutig verbietet, aber ein „Geschmäckle“ hat die Angelegenheit schon. (MS)

Siehe auch „Weil nimm den Lies an die Kandare“ und „Wundersamer Wandel einer Genossin“*. *  Diese ist ja mittlerweile seine Staatssekretärin!

mistkaeferterror fordert: Treten Sie aus oder treten Sie zurück!