Weihnachten an der Kasse und im Off: Kling Glöckchen klinge . . linge . . ling . . . . . .

14. Dezember 2018

Shoppen fürs Klima  –  BUND gibt Tipps für den umweltfreundlichen Online-Einkauf

Im Internet shoppen ist scheinbar ein rein virtuelles Vergnügen. Doch der unsichtbare Umweltballast ist sehr real – und wohl kaum geringer als beim Einkauf im Geschäft. Darauf weist jetzt die BUND-Regionalgeschäftsstelle Weser-Elbe hin. Der Umweltverband gibt nun Tipps für einen umweltfreundlichen  Online-Einkauf.
„Die eigene Ökobilanz beim Einkaufen hängt stark von der Wahl des Verkehrsmittels und vom Einkaufsverhalten ab“, sagt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Viele Studien vergleichen die Online-Bestellung mit der Einkaufsfahrt per Auto. Hier schneidet der Online-Handel tatsächlich oft besser ab. Anders sieht es aber aus, wenn man Bus oder Bahn nutzt. Wird der Einkauf zu Fuß oder mit dem Rad erledigt, kann der Online-Einkauf gar nicht mehr mithalten.“ Entscheidend sei ferner, ob man auch für einzelne Besorgungen mit dem Auto in die Stadt fährt oder seine Einkäufe bündelt. Dementsprechend fällt die Ökobilanz im Vergleich zum Online-Einkauf ganz unterschiedlich aus.  „Es ist also schwierig, pauschale Aussagen zu treffen. Zu viele schwer fassbare Faktoren prägen den ökologischen Fußabdruck des Online-Shoppings: vom eigenen Mobilitäts- und Einkaufsverhalten über die Umweltambitionen von Händlern und Paketdiensten bis zur Einwohnerdichte und der Online-Kauflaune in der Nachbarschaft“, so Quellmalz.

Einkäufe planen und bündeln

Der BUND empfiehlt, die Einkäufe umsichtig zu planen und zu bündeln. „Wer im digitalen Basar impulsiv herumklickt, vervielfacht oft die Umweltbelastung“, sagt Quellmalz. „Nicht nur in Form heiß laufender Serverfarmen, sondern vor allem durch viele vermeidbare Einzelbestellungen – mit drastisch erhöhtem Materialverbrauch und Schadstoffausstoß für Verpackung und Lieferung.“ Gleiches gelte für unbedachte oder gar vorsätzlich verursachte Retouren. Im Online-Handel gehen bei Kleidungskäufen rund 40 Prozent aller Bestellungen ungetragen zurück! In allen anderen Kategorien sind es rund 25 Prozent. Zum Vergleich: Der stationäre Handel hat eine Rücklaufquote von nur acht Prozent. Für fragwürdig hält der BUND auch die Praxis, reale Läden zwecks Preisvergleich und Warentest abzuklappern, um anschließend billig im Internet zu ordern. „Das schadet der Umwelt doppelt“, betont der BUND-Sprecher. „Erst durch die Leerfahrten, dann durch überflüssige Verpackung und Lieferung.“ Er weist außerdem darauf hin, dass insbesondere vergebliche Zustellversuche ganz wesentlich für die negative Umweltbilanz von Online-Bestellungen verantwortlich sind. Der Paketdienstleister muss erneut anfahren, und letztlich landet das Paket doch in der Filiale, wo es abgeholt werden muss. Diese unnötigen Fahrten lassen sich vermeiden.

Zehn Einkauftipps 

Kaufen Sie nichts online, was Sie auch in Ihrer Nähe bekommen.
Bündeln Sie Ihre Aufträge und bestellen Sie bei möglichst wenigen verschiedenen Händlern.
Nutzen Sie, wenn möglich, regionale Lieferdienste.
Lassen Sie Ihr Paket direkt an Paketstationen oder Paketshops liefern. Muss das Paket doch an die Haustür gebracht werden, vermeiden Sie vergebliche Lieferversuche durch Terminabsprachen oder Anwesenheit.
Kaufen Sie Waren, die Sie anprobieren müssen wie Schuhe oder Hosen, nur im Laden, um Rücksendungen zu vermeiden.
Umweltschädlich und unfair ist es, im Laden zu probieren und im Web zu ordern.
Verteilen Sie Einkäufe nicht wegen minimaler Preisvorteile auf mehrere Anbieter.
Achtung bei Onlineportalen: Sie bestellen oft nur scheinbar bei einem Händler. Tatsächlich kommen die Waren gerne auch mal direkt aus Fernost oder Übersee.
Geben Sie Lieferdiensten mit Pfandkisten oder Recyclingkartons den Vorzug. Besonders die Lieferung von frischen oder gekühlten Lebensmitteln ist oft mit einer großen Menge an Verpackungsmaterial verbunden.
Bilden Sie Einkaufsgemeinschaften und bestellen Sie gebündelt.

Weitere BUND-Tipps zu Weihnachten und mehr gibt es unter http://www.BUND-Weser-Elbe.de.

V.i.S.d.P.: Bernd Quellmalz – Regionalgeschäftsführer

mistkaeferterror hat dazu auch eine Meinung: Geschenke, ganz umsonst und gut für die Umwelt: Zeit und Liebe 

Und – besonders wichtig: Jeder Online-Einkauf vernichtet Arbeitsplätze vor Ort.

Advertisements

Babel

6. Dezember 2018

Die biblische Erzählung*

                                               Meister der Weltenchronik

Die Bibel erzählt von einem Volk aus dem Osten, das die eine (heilige) Sprache spricht und sich in der Ebene in einem Land namens Schinar ansiedelt. Dort will es eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel bauen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Nun befürchtet er, dass ihnen nichts mehr unerreichbar sein [wird], was sie sich auch vornehmen, das heißt, dass das Volk übermütig werden könnte und vor nichts zurückschreckt, was ihm in den Sinn kommt. Gott verwirrt ihre Sprache und vertreibt sie über die ganze Erde. Die Weiterarbeit am Turm endet gezwungenermaßen, weil die durch ein Wunder Gottes aufgetretene Sprachverwirrung die notwendige Verständigung der am Turm bauenden Menschen untereinander so gut wie unmöglich macht.

Geschichte wiederholt sich

Die zerrissene Stadt 42.000 Millionäre leben in Hamburg – und 50.000 Hartz-IV-Kinder

Die soziale Spaltung schreitet voran: Arme werden immer ärmer, Reiche immer reicher. Wenn der Unterschied zwischen Reich und Arm in einer Gesellschaft zu groß wird, besteht die Gefahr gesellschaftlicher Verwerfungen.

Stadt der Millionäre: Hamburg ist in Deutschland die Stadt mit den meisten Einkommens-Millionären. 859 Hamburger zählen zum erlauchten Kreis. Doch zählt man das gesamte Vermögen (ohne eigengenutzte Immobilie) dazu, dann besitzen 42.000 Menschen ein Vermögen von mehr als einer Million Euro (Quelle: D.A.CH Vermögensreport). Und: Acht Milliardäre leben in der Hansestadt – mit einem Gesamtvermögen von 33 Milliarden Euro. Das Privatvermögen in Hamburg nimmt pro Minute um 24.000 Euro zu.

Stadt der Armen: Jedes vierte Kind in Hamburg (rund 50.000) wächst in einem Hartz-IV-Haushalt auf, lebt damit in Armut. 12,5 Prozent der Hamburger erhalten Hartz IV, Sozialhilfe oder Leistungen für Asylbewerber. Das sind insgesamt 224.400 Frauen und Männer. Auch die Altersarmut nimmt rasant zu: Die Zahl der Menschen ab 65 Jahren, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, stieg im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 29700 an.

Stadt der geringfügig Beschäftigten: Prekäre Arbeitsverhältnisse steigen. 2010 waren insgesamt 42 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Hamburg in Leiharbeit, Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen.

Stadt der Schulden: Hamburg sitzt auf einem Schuldenberg von 23,5 Milliarden Euro, jährlich werden dafür 900 Millionen Euro an Zinsen fällig. Durch die Schuldenbremse, die 2020 greifen wird, darf Hamburg keine neuen Schulden machen. Das Motto: Es muss radikal gespart werden.
Stadt der Kürzungen: Die Kürzungsliste des Senats umfasst auch die Bereiche Kinder- und Jugendarbeit, Bücherhallen und Bezirksämter. Damit wird auch bei den Bedürftigen gespart.

Stadt der Steuerhinterzieher: Nach dem jüngsten Ankauf einer Steuer-CD wurden 879 Selbstanzeigen registriert. Das spült 60 Millionen Euro in die Stadtkasse.

Stadt der Steuerverschwendung: Würden allein die acht Hamburger Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von 33 Milliarden Euro ein Prozent Vermögenssteuer zahlen, wären dies 330 Millionen Euro im Jahr.

Quelle: Hamburger Morgenpost

Zahl der Obdachlosen seit 2009 verdoppelt
Fast 2.000 Obdachlose leben derzeit in Hamburg, das sind fast doppelt so viele wie noch im Jahr 2009. Das geht aus einer Befragung hervor, die die Sozialbehörde im vergangenen Frühjahr durchführen ließ. 1.910 Obdachlose in Hilfseinrichtungen und auf der Straße wurden dabei binnen einer Woche erfasst. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU hervor. Das sind fast 900 Betroffenen mehr als bei der zuletzt durchgeführten Befragung 2009. Laut Sozialbehörde bestätigen diese aktuellen Zahlen die bisherigen Schätzungen. Dazu kommen noch mehr als 4.800 Wohnungslose, die in städtischen Unterkünften leben.
Quelle: NDR – Stand: 25.10.2018

Arbeitsmarkt im Überblick

Berichtsmonat November 2018 – Hamburg
Arbeitslose insgesamt: 62.566

*Quelle: Wittenberg-Bibel 1586

Rote Liste: Zunehmende Nährstoffbelastung gefährdet Wildpflanzen

6. Dezember 2018

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat eine neue Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen vorgestellt.

Über 30 % der Wildpflanzen in Deutschland sind bestandsgefährdet

Während sich der Zustand vieler Wildpflanzen in Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren gravierend verschlechtert hat, sind für Arten, die von gezielten Natur- und Umweltschutzmaßnahmen profitieren, Verbesserungen zu verzeichnen. Mit 30,8 Prozent bleiben die Zahl und der Anteil der gefährdeten Wildpflanzen in Deutschland jedoch unverändert hoch. Das sind Ergebnisse der aktuellen Roten Liste der Pflanzen, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gestern in Berlin vorgestellt hat. Für insgesamt 8.650 in Deutschland heimische Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen haben die Autorinnen und Autoren des siebten Bandes der Reihe „Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands“ die Bestandssituation und das Ausmaß der Gefährdung ermittelt.

„Pflanzen nehmen eine ganz elementare Rolle in den Ökosystemen ein. Ein Rückgang ihrer Artenvielfalt wirkt sich deshalb stets auch auf die große Vielfalt anderer Organismengruppen negativ aus. Die aktuelle Rote Liste belegt jetzt, dass insgesamt 30,8 Prozent aller in Deutschland vorkommenden Pflanzen in ihrem Bestand gefährdet sind“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Es sind dabei vor allem hohe Nährstoffbelastungen, die vielen Wildpflanzen zu schaffen machen. Auffallend viele vom Aussterben bedrohte oder stark gefährdete Arten finden sich unter den typischen Arten nährstoffarmer Gewässer und anderer nährstoffarmer Standorte wie Moore, Heiden oder Extensiväcker“, so die BfN-Präsidentin.

Besonders viele Arten (51,2 %) sind etwa bei den Zieralgen gefährdet, die oft in nährstoffarmen Gewässern vorkommen. Der Anteil der gefährdeten Zieralgen ist damit doppelt so hoch wie etwa bei den Moosen (25 %).

„Bei der artenreichsten Pflanzengruppe, den Farn- und Blütenpflanzen, sind insgesamt 27,5 Prozent in ihrem Bestand gefährdet und damit entweder vom Aussterben bedroht oder in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet“, berichtet der Botaniker Dr. Günter Matzke-Hajek, ehrenamtlicher Autor der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen. „Auch unter den Farn- und Blütenpflanzen sind Arten besonders betroffen, die nährstoffarme Standorte bevorzugen, wie die stark gefährdete Wiesen-Küchenschelle, sowie Ackerwildkräuter wie das mittlerweile vom Aussterben bedrohte Flammen-Adonisröschen. Beide Arten kommen immer seltener vor, weil ihre Standorte verstärkt zu hohen Nährstoffeinträgen und Nutzungsänderungen ausgesetzt sind.“

Die neue Rote Liste der Pflanzen umfasst auf 784 Seiten die Gefährdungsanalysen von sechs Pflanzengruppen: Farn- und Blütenpflanzen (insgesamt 4.305 Arten), Moose (1.195), Braun- und Rotalgen des Süßwassers (34), Schlauchalgen (45), Zieralgen (968) und Kieselalgen des Süßwassers (2.103). Der Band gibt nicht nur Auskunft über die gefährdeten Pflanzen, sondern enthält vollständige Gesamtartenlisten der sechs Pflanzengruppen und liefert damit auch einen Überblick und ein Inventar der gegenwärtig in Deutschland vorkommenden Pflanzenvielfalt.

Die Gesamtbilanz für die in der Roten Liste bewerteten Pflanzen zeigt unter anderem, dass 119 Pflanzenarten im Verlauf der letzten etwa 150 Jahre in Deutschland ausgestorben oder verschollen sind, darunter sind 76 Arten der Farn- und Blütenpflanzen, für die in Deutschland keine natürlichen Vorkommen mehr bekannt sind, sowie 39 Moose und vier Kieselalgen.

Es gibt jedoch auch Positives zu vermelden: Erfreulich entwickelt haben sich die Bestände einiger Moos- und Algenarten. Erfolge wurden hier vor allem durch Maßnahmen des technischen Umweltschutzes erzielt. Dadurch haben bei den Moosen vor allem die auf Bäumen wachsenden Arten von einer verbesserten Luftqualität, etwa durch geringere Schwefel-immissionen profitiert. Für einige Kieselalgen-Arten hat sich die geringe Versauerung von Seen positiv auf ihren Bestand ausgewirkt. Kieselalgen sind wichtige Indikatoren für die Wasserqualität der Binnengewässer. Auch bei 327 Farn- und Blütenpflanzen, die in den letzten 100 bis 150 Jahren zurückgingen, konnte eine weitere Abnahme in den vergangenen rund 20 Jahren aufgehalten und bei 18 sogar umgekehrt werden. Dies ist oft gezielten Artenhilfsmaßnahmen wie Ackerrandstreifen oder der Einrichtung von Schutzäckern zu verdanken. Dadurch konnten etwa die stark bedrohten Bestände der Kornrade oder der Dicken Trespe, beides früher typische Begleitpflanzen in Getreidekulturen, verbessert werden.

„Gezielte Hilfsprogramme des Naturschutzes für einzelne Arten weisen zwar gute Erfolge auf, sie können aber nur die Ultima ratio sein. Um den Artenrückgang auf breiter Front aufzuhalten müssen wir auf Ebene der Landschaft, bei einer naturverträglichen Landwirtschaft und bei einer umfassenden Verbesserung unserer Gewässer ansetzen“, hält BfN-Präsidentin Jessel fest. „Die Rote Liste unterstreicht daher einmal mehr, dass ein Umsteuern in der Landwirtschaft und in der Agrarpolitik dringend erforderlich ist. Denn die zunehmende Nährstoffbelastung gefährdet immer mehr Wildpflanzen in Deutschland – sowohl an Land als auch im Wasser.“

Für den Schutz der Artenvielfalt in Deutschland stellen die Roten Listen eine entscheidende Grundlage dar. Sie dokumentieren den Zustand von Arten und mittelbar die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur. Damit sind sie Frühwarnsysteme für die Entwicklung der biologischen Vielfalt und zeigen auf, wo Handlungsbedarf besteht.

Die Roten Listen sind erhältlich unter: https://bfn.buchweltshop.de/rote-listen

Schneckenbremse

5. Dezember 2018

Die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, bringt eine neue Maßnahme zur Verringerung der Luftverschmutzung ins Gespräch:

Tempolimit für Binnenschiffe auf dem Rhein

Vor dem dritten Dieselgipfel am Montag in Berlin hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Tempolimit für Schiffe auf dem Rhein gefordert. Der Schiffsverkehr trage erheblich zur Luftverschmutzung in Köln bei, sagte die parteilose Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb ist ein Tempolimit unumgänglich, sowohl für die Personen- als auch für die Frachtschifffahrt.“

BDB: „Wir halten dies für Unfug”

Ein Vorschlag, der beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf Unverständnis stößt. Binnenschiffe seien nicht gerade dafür bekannt, mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Landschaft zu sausen, bezog der Verband Stellung. Während zu Tal, also flussabwärts, je nach Schiffstyp und Beladung Geschwindigkeiten von 20 Stundenkilometern möglich seien, fahre ein beladenes Schiff gegen die Fließströmung selten schneller als 10 Stundenkilometer. Hinzu komme, dass aufgrund der Fließgeschwindigkeit des Rheins ein beladenes Güterschiff in der Talfahrt nur eine vergleichsweise geringe Motorkraftunterstützung benötige. Entsprechend niedrig sind deshalb auch die Emissionen, die ein an Köln vorbeifahrendes Schiff dabei verursacht.

Rund 80 Millionen Tonnen Güter passieren per Binnenschiff den Raum Köln pro Jahr, das entspricht rund 3,2 Millionen Lkw-Fahrten. Wird die Schifffahrt eingeschränkt, werden die Güter auf den Straßen transportiert. „Wir bezweifeln, dass das von Frau Reker gewünscht ist“, so der BDB.

Quelle: DVZ – Transport + Logistik

Bahnpolitik in Deutschland

4. Dezember 2018

Eine schier unendliche Geschichte

Dazu drei Meldungen:

spiegel.online – Freitag, 04.12.2015
„Auf der Ems bei Weener in Ostfriesland ist ein Frachter am Donnerstagabend in eine Eisenbahnbrücke gefahren. Durch die Kollision wurde die Friesenbrücke um wenige Meter verschoben, einige Teile wurden abgerissen. Das teilte die Wasserschutzpolizei in Emden mit. Menschen wurden demnach nicht verletzt.“

 

August 2017 – Initiative Alternativen Sind Machbar

„Bahnpolitik in Europa – ein Vergleich
Österreich/Italien: Brennerbasistunnel – zweigleisig – Länge 64 Kilometer – Planungsbeginn 2004 – Baubeginn 2011 – Fertigstellung 2024
Deutschland: Eisenbahnbrücke über die Ems bei Weener – Länge 335 Meter – eingleisig – zerstört Dez. 2015 – Planungsbeginn offen – Fertigstellung frühestens 2022/24
Das ist Bahnpolitik in Deutschland. Das muss sich ändern!
Unsere Forderungen an die Politik:
• Zügiger Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Seehafen-Güterverkehr • Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Trassen der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) • Ausbau der Trassen der DB für den Seehafen-Hinterlandverkehr • Wiederinbetriebnahme stillgelegter und Neubau abgebauter Schienentrassen (Industrieanschlüsse) für den Güterverkehr
Alternativen. Sind. Machbar.
Impressum: Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V., Malser Weg 2, 27616 Beverstedt (V.i.S.d.P.), Fotos: privat, Pixabay/CC0-Lizenz; Stand: August 2017″

 

Weser-Kurier – 04.12.2018

Neue Friesenbrücke soll 2024 fertig sein
Erst im Morgengrauen wurde vor drei Jahren das Ausmaß des Unfalls deutlich: Die nächtliche Kollision eines Frachtschiffs mit der Friesenbrücke war so heftig, dass an eine einfache Reparatur der eingestürzten Bahnbrücke über die Ems nicht zu denken war. Nachdem es zunächst Verzögerungen wegen eines Tauziehens um Gestalt und Kosten des Neubaus gab, liegen die Vorbereitungen zum Wiederaufbau bis 2024 nach Versicherung von Bahn und Land nun im Zeitplan. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, sollen die Ergebnisse einer Umweltverträglichkeitsstudie zum Neubau der Brücke demnächst vorliegen. Bis zum Frühsommer 2019 soll die Entwurfsplanung abgeschlossen sein, sodass das Planfeststellungsverfahren Ende des Jahres beginnen kann. Der Baustart wird für 2022 angestrebt.“

 

Soll 2024 fertig sein!

Gerade ist der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten am Fenster vorbeigefahren.

 

 

So schnell kann es knallen

27. November 2018

Am Wochenende hatte die russische Küstenwache Patrouillenbooten der ukrainischen Marine die Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch vor der annektierten Halbinsel Krim verweigert und drei ukrainische Schiffe beschossen und anschließend aufgebracht. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte daraufhin an, dass von Mittwoch an für 30 Tage das Kriegsrecht gelten solle. Das Parlament billigte diese Maßnahme am Abend mit großer Mehrheit.

Merkel und Putin erörterten Krise zwischen Moskau und Kiew 

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin haben am Montagabend die aktuelle Krise zwischen Russland und der Ukraine erörtert.
Bei ihrem Telefonat bat Putin die Kanzlerin, auf die ukrainische Führung einzuwirken, «keine weiteren unüberlegten Schritte» zu ergreifen, wie die russische Agentur Tass berichtete. Dazu schilderte Putin die Situation als «provokative Aktionen» der ukrainischen Seite, sowie als «grobe Verletzung internationalen Rechts durch deren Kriegsschiffe» und als «beabsichtigtes Ignorieren der Regeln der friedlichen Passage durch territoriale Gewässer der Russischen Föderation».

*Quelle: dpa, 27.11.2018 – 8.17Uhr

Dazu mistkaeferterror: Gut, dass die Bundeskanzlerin des Russischen und der Kreml-Chef des Deutschen mächtig ist und beide sich gut kennen.

Schlecht, dass Nato-Generalsekretär Stoltenberg der Ukraine Unterstützung zugesagt hat. Wie soll die dann aussehen? Verhandeln oder schießen? Vielleicht wäre es besser gewesen, einfach mal nichts zu sagen und abzuwarten.

Umweltschäden? Was geht uns das an! Darum sollen sich die Enkel kümmern!

22. November 2018

Passend zum gestrigen Buß- und Bettag präsentierte das Umweltbundesamt die Rechnung: Eine Tonne CO2 verursacht Umweltschäden von 180 Euro

164 Milliarden Euro – so hoch sind die Gesamtkosten der deutschen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2016. Mit dieser Rechnung machte das Umweltbundesamt auf die Kosten des Umweltschutzes aufmerksam.

Der Ausstoß einer Tonne Kohlenstoffdioxid verursacht dem Umweltbundesamt zufolge Schäden in der Natur von 180 Euro. Umgerechnet auf die Treibhausgas-Emissionen Deutschlands im Jahr 2016 entspricht das Gesamtkosten von rund 164 Milliarden Euro, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Zu viele Treibhausgase, Luftschadstoffe und andere Umweltbelastungen schädigen Gesundheit, zerstören Ökosysteme und lassen Tiere und Pflanzen aussterben. Dazu kommen wirtschaftliche Einbußen durch Produktionsausfälle, Ernteverluste und Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.

„Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz sparen uns und kommenden Generationen viele Milliarden Euro durch geringere Umwelt- und Gesundheitsschäden“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. „Das sollten wir auch bei der Diskussion um Luftreinhaltung oder den Kohleausstieg nicht vergessen.“

Das Umweltbundesamt hat seine Empfehlungen zur Ermittlung solcher Schäden aktualisiert und die Umweltkosten neu berechnet. Dazu zählt auch der Betrag, den Menschen bereit wären, für die Vermeidung von Gesundheitsschäden zu bezahlen.

Die „Methodenkonvention 3.0“* soll helfen, Umweltschäden deutlich zu machen und Kosten des Umweltschutzes gegenüber zu stellen. So verursacht der Umweltbehörde zufolge zum Beispiel eine Kilowattstunde Braunkohlestrom Umweltkosten von durchschnittlich 20,81 Cent. Der 2016 in Deutschland erzeugte Braunkohlestrom führte den Angaben zufolge zu Umweltkosten von 31,2 Milliarden Euro. Eine Kilowattstunde Strom aus Windenergie führe dagegen lediglich zu Umweltschäden von 0,28 Cent. Die Schäden durch Emission einer Tonne Feinstaub im Verkehr beziffert das Amt auf 59.700 Euro, die einer Tonne Stickoxide auf 15.000 Euro. Das macht im Jahr 2016 Umweltschäden von 1,49 Milliarden Euro für Feinstaub und 7,29 Milliarden Euro für Stickoxide.

Quelle: Umweltbundesamt, 20.11.2018

*Umweltbundesamt_Methodenkonvention-3-0_methodische-grundlagen