Kaum zu glauben

Nein! Es geht nicht um die bekannte Fernsehsendung mit Kai Pflaume. Obwohl  .  .  .  .  .  .  das vierköpfige Rateteam würde sicher nicht darauf kommen, es sei denn, ganz am Anfang würden die Stichwort „Deutsche Bahn“ und „Geld zum Fenster raus werfen“  genannt.

Stuttgart 21

Ein Skandal von Anfang an und ein typisches Beispiel dafür, wie sich Politiker ein Denkmal setzen und dadurch unsterblich werden wollen.

Stuttgart ist das Ziel

„Wir fahn nach Sturge(ö)t“ * heißt es landauf, landab und nicht „Wir fahn durch Sturge(ö)t“!

Stuttgart  benötigt keinen Durchgangsbahnhof, der Kopfbahnhof reicht. Wer durch die Stadt durchfahren will, kann das auch jetzt schon, ohne im Kopfbahnhof umzusteigen oder warten zu müssen. Und wenn es bisher nicht möglich war, lag es einzig an der Fahrplangestaltung.

Den Durchgangsbahnhof brauchen nur die „Unsterblichen“, damit sie es werden.

Stuttgart geht uns alle an. Das Geld, das dort versenkt wird, fehlt der Deutschen Bahn. Dringend . . . .

Der Deutschen Bahn fehlen Milliarden für sinnvolle Investitionen weil das Projekt Stuttgart 21 deutlich teurer wird und somit für ein Loch im Finanzplan des Konzerns sorgt.
Die mittlerweile auf 8,2 Milliarden Euro veranschlagte Großbaustelle Stuttgart 21 könnte noch teurer werden und wird für die bereits hoch verschuldete Deutsche Bahn AG zur massiven Finanzlast.
Seit Planungsbeginn haben sich bei der größten Baustelle der Bahn die Kosten  bereits mehr als verdreifacht.  Weitere Kosten- und Terminrisiken drohen beim Bau des Tiefbahnhofs in der Stadtmitte sowie den 59 Kilometer langen Tunneln im geologisch heiklen und wasserreichen Untergrund. Zusätzliche Kosten gibt es bei der Anbindung des Flughafens und auch für die 60 Kilometer lange Neubaustrecke nach Ulm sind noch einmal rund 4 Milliarden weitere Kosten zu erwarten.

„Unsterblichkeit“ kostet halt. Diese sind zwar durchweg fast alle Schwaben (Späth, Wissmann, Teufel, . . . .) – haben aber jedoch nichts mit der sprichwörtlichen „Schwäbischen Hausfrau“ gemein. Die hätte den Bahnhof nicht gebaut.

*(ö) soll vermitteln, dass das „e“ etwas kehlig, also „eö-lig“ ausgesprochen wird.

 

Wer gut schmiert, der gut fährt!

Preisfrage: Wie häufig hat sich der Verkehrsminister im vergangenen Jahr mit Umweltverbänden getroffen? Antwort: Kein einziges Mal!
Vertreterinnen und Vertreter der Autoindustrie bekamen Andreas Scheuer (CSU) im selben Zeitraum hingegen 15 Mal zu Gesicht.
Der Fall zeigt, wie privilegiert der Zugang der Autoindustrie in die Politik auch nach dem Dieselskandal noch immer ist – und wie ungleich Interessen teilweise gehört werden.
Lobbytreffen sollen weiterhin geheim bleiben
Während zivilgesellschaftliche Organisationen vermehrt aus der Politik angegriffen werden, wird mächtigen Lobbyisten bedenkenlos freier Zugang zu Entscheidungsträgern gewährt.
Unfairen Lobbyeinflüssen, von denen wir Bürgerinnen und Bürger meist erst erfahren, wenn politische Entscheidungen längst gefallen sind, können wir nur mit einem strengen und verpflichtenden Lobbyregister begegnen.
Doch das wollen Teile der Politik noch immer nicht wahrhaben.
Und wie es scheint, versuchen CDU/CSU ein wirksames Lobbyregister ein für alle Mal zu begraben: Jüngste Forderungen aus der Union sehen vor, dass Lobby-Treffen mit Politikerinnen und Politikern auch nach Einführung eines Lobbyregisters geheim bleiben.
Wenn sich die Union mit dieser Forderung durchsetzt, bleibt es für mächtige und finanzstarke Lobbyisten ein Leichtes Einfluss im Verborgenen zu nehmen.

Maya wird sterben . . .

. . . und nicht nur Maya.

Auch alle anderen Insekten werden unter den Opfern sein.


 

Gegen alle Warnungen

Die CDU-Agrarministerin Julia Klöckner bricht das Recht für große Chemiekonzerne. Sie lässt  neue Ackergifte zu – ohne die Zustimmung des Umweltbundesamtes.

Der Alleingang bringt Glyphosat und andere Bienenkiller auf unsere Felder und bald könnten es noch mehr werden.

„Was der Biene schadet, muss vom Markt“, versprach CDU-Agrarministerin Julia Klöckner vor einem Jahr.

Jetzt bricht sie ihr Wort

Eine ihr unterstellte Behörde hat 18 neue Ackergifte zugelassen. Darin stecken Glyphosat und Cyantraniliprol – tödliche Stoffe für Bienen. Klöckner schafft einfach Fakten. Ohne die benötigte Zustimmung des Umweltbundesamtes.

Ganz klar ein Rechtsbruch (1, 2)

Die Union sabotiert so den Glyphosat-Ausstieg: Die Zulassung der Pestizide gilt zwar zunächst nur bis Jahresende. Aber danach kann die Verbraucherschutzbehörde sie einfach verlängern – ohne das Umweltbundesamt jemals wieder zu fragen.(3)

Geht diese dreiste Masche durch, könnte Klöckner etliche weitere Pestizide ungeprüft auf den Markt hieven.(4)

Die Union greift gerne zum Rechtsbruch, wenn der Bienenschutz zu lästig wird – und er die Profite von Chemieriesen gefährdet. Klöckner macht es wie ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt. Der CSU-Politiker stimmte 2017 im Alleingang für die Neuzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene. Damit ignorierte er eiskalt das Veto der SPD.
Klöckner blockiert den Glyphosat-Ausstieg schon länger. Als Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen sinnvollen Plan zur Einschränkung des Gifts vorlegte, tat Klöckner – nichts.(5) Statt die Pestizide auf unseren Feldern zu begrenzen, drückt sie Neuzulassungen gegen alle Widerstände durch.

(1)

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/ackergifte-rechtswidrig-zugelassen.html

(2)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-umweltministerin-schulze-haelt-zulassungen-durch-kloeckner-fuer-rechtswidrig-a-1256793.html

(3) „Zulassung von Pflanzenschutzmitteln“, Umweltbundesamt, 28. Mai 2013

(4) „100 Pestizide sollen ungeprüft auf den Markt kommen“, Süddeutsche Zeitung, 13. Februar 2019

(5) „Umweltministerium legt Plan für Glyphosat-Ausstieg vor“, Spiegel Online, 6. November 2018

 

Haltet durch!

Liebe künftige Generationen,

sorry. Das mit der schmelzenden Arktis, das mit dem abgeholzten Regenwald, das mit den leergefischten Meeren, das waren wir. Wir haben euren Planeten ausgebeutet, eure Natur kaputt gemacht, euer Klima auf Jahrhunderte hinaus geschädigt. Unsere Wissenschaftler hatten uns zwar seit Jahrzehnten gewarnt, in immer eindringlicheren, verzweifelteren Worten, aber wir haben es nicht ernst genommen. Nicht ernst genug.

Und weil ihr, die ihr die Erde von uns erbt, zu Recht wütend auf uns sein werdet, entsetzt und fassungslos angesichts unserer Rücksichtslosigkeit und Dummheit, habt ihr ein Anrecht auf eine Erklärung. Nicht erst im Jahr 2050, wenn eh alles zu spät ist, sondern heute, 2017, wenn man es noch in allerletzter Sekunde hätte umbiegen können. Wir, die Erwachsenen weltweit, hätten mit aller Kraft und Macht auf die Bremse steigen müssen, aber wir sind weiter gut gelaunt und ignorant Vollgas mit unseren Verbrennungsmotoren gegen die Wand gefahren. Und ihr wart im Kindersitz auf der Rückbank dabei.

So einen Brief im Jahr 2017 zu schreiben könnte zynisch wirken. Aber es soll nur ehrlich sein. Eine traurige Erkenntnis. Es ist Mitte Juli, und da gerade kein Terror, G20 und nicht mal Bundesliga stattfinden, hört man in den Nachrichten ausnahmsweise was vom Klima. Ein gigantischer Eisberg ist abgebrochen, 175 Kilometer lang, bis zu 50 Kilometer breit. »Der Südpol zerbricht!«, hat die Bild-Zeitung getitelt, riesengroß und angsteinflößend. Endlich mal Action statt immer nur die drögen Zahlen und Statistiken, mit denen Klimaforscher zu belegen versuchen, was wir nicht hören wollen. Der Eisberg muss keine direkte Folge der Erderwärmung sein, wie Wissenschaftler gleich angemerkt haben, er erinnert aber unangenehmerweise daran. Und einwandfrei belegt ist, dass wir ein Hitzerekordjahr nach dem anderen erleben.

Trotzdem kenne ich nicht einen Kollegen, Bekannten, Verwandten oder Freund, der sich je ernsthaft angestrengt hätte gegen den Klimawandel zu kämpfen. Wir kaufen ab und an im Bio-Laden ein, trennen den Müll meistens und bei gutem Wetter lassen wir das Auto auch mal stehen. Viel bringt das nicht. Wir schimpfen lieber über den US-Präsidenten Donald Trump, der aus dem ohnehin kraftlosen Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten ist. Die Wahrheit ist doch: Wir haben selber nichts gemacht. Gegen jedes neue Windrad wird geklagt, Elektroautos will kaum jemand kaufen. Weil die Technik nicht ausgereift ist? Ja, aber wie soll sie das sein, wenn man lieber in neue Dieselmotoren investiert? Elektromotoren gab es schon um das Jahr 1830.

Wir sind nicht bereit, ernsthaft gegen den Klimawandel anzukämpfen, unseren verschwenderischen Lebensstil aufzugeben. Wer verzichtet denn auf Fernreisen wenn er sie sich leisten kann? Eine Bekannte von mir fliegt nach Thailand, wie man früher an den Gardasee gefahren ist – zwei-, dreimal im Jahr. Und ich? Als mich Freunde gefragt haben, ob ich mit ihnen auf einen Surftrip auf die Malediven fliege, habe ich abgesagt. Tatsächlich auch wegen des CO2-Ausstoßes (und der Kosten). Ich bin dann drei Monate später nach Portugal geflogen für eine Woche zum Surfen. Ich verzichte ein bisschen, aber weit jenseits der Schmerzgrenze. Weit jenseits der nötigen 80 Prozent und mehr, die jeder Bundesbürger (und andere Bewohner einer Industrienationen) von seinem persönlichen CO2-Austoß einsparen müsste, um eine Erderwärmung um mehr als 2 Grad Celsius irgendwie noch zu vermeiden.

Es wäre, Stand heute, also möglich – nicht leicht, nicht bequem, aber möglich. Wie? Sofortiger Ausstieg aus der Kohle, konsequenter Umstieg auf regenerative Energien, nachhaltig leben, nicht mehr verbrauchen als dieser Planet nachwachsen lassen kann, viel weniger Fleisch essen. Ein Mammut-Projekt, aber: es wäre machbar. Wir retten systemrelevante Banken, wir retten leider nicht systemrelevante Wälder und Eisberge.

Der nötige radikale Lebenswandel könnte Arbeitsplätze schaffen und sich auf lange Sicht wirtschaftlich lohnen. Wir müssten hunderte Milliarden investieren in umweltfreundliche Technologien, aber wir hätten vielleicht Billionen an Folgeschäden durch Sturm, Flut und Dürre verhindern können. Tja. Hätten, müssten, könnten. Aber vielleicht trösten unsere Kinder und noch ungeborenen Enkelkinder die schönen Selfies, die wir 2017 im Urlaub in Australien, Kalifornien oder Dubai machen?

Was werden sie von uns denken? Wie werden wir uns rechtfertigen? Waren wir zu feige für den großen Schnitt? Oder noch nicht geängstigt genug von den drohenden Katastrophen? So richtig unheimlich und existenzbedrohend sieht der prophezeite Klimawandel aus Deutschland betrachtet noch nicht aus. Schlimm für die Menschen in Bangladesh, die im Meer versinken sollen, bitter für die Sizilianer, wenn dort in 20 Jahren kein Obstanbau mehr möglich wäre, aber in Bayern? Würden wir dann zum Skifahren halt ein paar hundert Meter höher fahren müssen.

Viel mehr Panik scheint nicht vorhanden zu sein, angesichts der Gefahr, einen ganzen Planeten aus dem natürlichen Gleichgewicht zu bringen. Nicht mal Eltern finden, dass sie die Erde für die Kinder retten müssten. Sie fürchten handysüchtige Kinder, Impfungen oder Laktoseintoleranz. Das große, potentiell riesige, offensichtliche Problem wird ignoriert.

Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, dass er nicht weiter als fünf, zehn Jahre denken kann. Ich glaube, es war uns einfach – sagen wir es doch einfach mal in aller Härte – scheißegal. Auf den Instagram- und Facebook-Timelines meiner Freunde sehe exotische Strände, ihre Abendessen mit Garnelen, Burger und Tunfisch, ihre neuen Autos, die neuen Sommerkleider, die neuen Turnschuhe. Nie sehe ich Fotos von Demonstrationen, niemand postet Aufrufe oder Artikel zum Thema. Es gibt keinen Aufschrei, keine Appelle an die Politik oder die Wirtschaft, endlich umzudenken.

Immerhin: Unsere Tatenlosigkeit ist gut dokumentiert in Millionen von Selfies, die unseren Hedonismus, unseren verantwortungslosen Lebensstil der Verschwendung, feiern. Solltet ihr uns eines Tages vor Gericht anklagen wollen wegen Umweltzerstörung, werdet ihr mehr als genug Beweise haben. Ich plädiere hiermit schon mal auf völlige Schuldfähigkeit.

Hoffentlich habt ihr damals durchgehalten!

Eure Eltern haben es versaut

 

Scientists4Future
Wissenschaftler unterstützen Schülerdemos für den Klimaschutz
Fridays for Future: Jugendliche, die unter diesem Motto freitags während der Schulzeit auf die Straße gehen und mehr Einsatz für den Klimaschutz fordern, ernten viel Kritik.

Doch mehr als 12.000 Wissenschaftler springen den Schülern jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme bei.

„Es ist einfach toll, die Legitimation von Leuten zu haben, die Experten sind“, sagt Jakob Blasel, Mitorganisator von „Fridays for Future“, über die Unterstützung aus der Wissenschaft

Unter dem Motto „Fridays for Future“ streiken inzwischen regelmäßig und in vielen Städten Schüler für den Klimaschutz, und jetzt bekommen sie Unterstützung aus der Wissenschaft. Für die Rettung des Klimas sei es bereits später als fünf vor zwölf, sagt Maja Göpel vom Wissenschaftlichen Beirat der Bunderegierung, und deshalb wollen Wissenschaftler jetzt dazu Position beziehen.
„Und zwar eine Position, die die Forderungen der protestierenden Schülerinnen und Studentinnen nach schnellem und dezidiertem Handeln in Sachen Klima und Umweltschutz voll unterstützt und dabei eben auch Expertise und Lösungen anbietet.“
Fakten von Profis aus der Wissenschaft
Bis heute haben sich über 12.000 Wissenschaftler den Forderungen der Schüler angeschlossen. Bis zum Freitag, an dem wieder demonstriert werden wird, sollen es aber noch mehr werden. Jakob Blasel, Mitorganisator von „Fridays for Future“:
„Es ist einfach toll, die Legitimation von Leuten zu haben, die Experten sind, die Profis sind und die auf 150 Jahren Klimaforschung aufbauen. Und wir sind eben Schülerinnen und Schüler, und wir wissen, dass wir eine Zukunft haben wollen. Aber die genauen wissenschaftlichen Fakten dahinter, das überlassen wir den Profis und darüber sind wir sehr froh.“
Und hochkarätiger könnten die Unterstützer der Schüler in diesem Fall kaum sein. Karen Wiltshire vom Alfred-Wegner-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung weist zum Beispiel darauf hin, dass in den nächsten 50 bis 100 Jahren über 70 Prozent der Menschen an einer Küste leben werden, weil es im Landesinneren einfach zu warm werden wird. Die Megacitys dieser Welt sind bereits Küstenstädte. Aber auch die Küsten seien durch den Klimawandel gefährdet, obwohl sie für die Ernährung oder die Schifffahrt dringend gebraucht würden.
„Aber wie sollen wir denn an den Küsten noch leben, wenn der Meeresspiegel weiterhin um einen bis 3,7 Millimeter zum Beispiel in der Nordsee pro Jahr steigt? Der Meeresspiegel ist seit 1990 im weltweiten Durchschnitt um knapp 20 Zentimeter gestiegen. Ohne Deiche müssten wir jetzt schon weichen.“
Auswirkungen der Erderwärmung
Vier Prozent der Deutschen und vierzig Prozent der Niederländer wären ohne Deiche bereits jetzt vom Meeresspiegelanstieg direkt betroffen. Niemand könne also behaupten, dass die Erderwärmung keine Auswirkungen habe, betont der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckard von Hirschhausen. Die Erde habe quasi Fieber, und das könne man gut mit dem menschlichen Körper vergleichen.
„Viele denken, ein Grad, zwei Grad, drei Grad, was macht da denn den Unterschied? Als Arzt kann ich Ihnen sagen, es macht einen großen Unterschied, ob Sie 41 Grad Fieber haben oder 43 Grad. Das eine ist mit dem Leben vereinbar, das andere nicht.“
Und was eben nicht mit dem Leben zu vereinbaren sei, werde die Menschheit schnell merken.
„Das Naheliegende ist, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten ausbreiten mit der Überhitzung der Erde, dazu gehören Lungenerkrankungen, dazu gehört eine Zunahme der Allergien. Menschliches Leben ist aber auch bedroht durch Wassermangel, durch Nahrungsmangel, auf gut Deutsch: Menschen werden verhungern, und es wird Bürgerkriege geben genau um diese knappen Ressourcen. Direkte Hitzetote spielen im Moment weltweit schon eine Rolle. In Deutschland haben wir spätestens seit dem letzten heißen Sommer kapiert, das betrifft nicht nur Eisbären, es geht nicht nur um Bangladesch, es geht auch um uns hier.“
Deutsche Klimaschutzziele müssen nachgebessert werden
Auf 1,5 Grad will das Pariser Klimaschutzabkommen die Zunahme der Erderwärmung begrenzen. Das müsse unbedingt eingehalten werden. Die Netto-Treibhausgas-Emissionen müssten dazu spätestens zwischen 2040 und 2050 auf Null reduziert werden. Und wegen der globalen Klimagerechtigkeit solle das in Deutschland und Europa spätestens 2040 erreicht sein, fordert Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
„Die Klimaschutzziele der Bundesregierung mit einem Emissionsrückgang von 80 bis 95 Prozent bis 2050 sind dafür nicht ausreichend. Das heißt, hier muss dringend nachgebessert werden. Wir brauchen einen Rückgang der Treibhausgasemissionen über die nächsten 20 Jahre roundabout fünf Prozent pro Jahr.
In den letzten 20 Jahren habe es gerade mal einen Rückgang von weniger als einem Prozent gegeben. Deutschland müsse seine Bemühungen um den Klimaschutz mindestens um den Faktor fünf steigern, und das sei möglich, wenn es politisch gewollt wird, sagt Eckart von Hirschhausen.
„Wir haben die Lösung, wir haben heute die technischen Möglichkeiten für 100 Prozent Erneuerbare, wir haben heute so viel Wissen, dass es ein Frevel ist, das nicht einzusetzen.“
Auch dafür wollen die Schüler am Freitag wieder auf die Straße gehen.

Von Anja Nehls

https://www.scientists4future.org/

 

 

Die Bahn bringt´s – sicher und umweltfreundlich

Starke Leistungen für Ihr Frachtgut

Die Bahn bringt´s – sicher und umweltfreundlich
Schienentransport muss nicht kompliziert sein! Nutzen auch Sie diese wirtschaftliche, sichere und umweltfreundliche Alternative zum Straßenverkehr. Wir finden einfache und zuverlässige Lösungen für Ihre Projekte. RheinCargo fährt jedes Gut von A wie Abfall bis Z wie Zellulose.

Das ist hier nicht die Devise der Deutschen Bahn AG. Das ist die Devise des Unternehmens RheinCargo.

Es gibt einen kleinen Unterschied mit großer Wirkung: Bei RheinCargo sitzen keine abgehalfterten Politiker oder deren Spezis im Management.

Und schon funktionierts! 

Die Container-Logistik-Spezialisten CTS und IGS Intermodal verbinden mithilfe von Rheincargo die Nordhäfen mit dem Hafen Köln-Niehl

Die Container-Logistik-Spezialisten CTS und IGS Intermodal bieten einen neuen Shuttlezug für den Hinterlandverkehr an. Er verbindet ab 5. Mai 2019 die Seehäfen Hamburg und Bremerhaven mit dem CTS Terminal im Niehler Hafen in Köln. Das teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Die Containerzüge verkehren demnach zunächst dreimal pro Woche und Richtung zwischen den Nordhäfen und Köln-Niehl. Ein späterer Ausbau sei bei entsprechender Nachfrage möglich. Die Schienentraktion übernimmt die RheinCargo, die bereits regelmäßig Massengut zwischen dem Rheinland und dem Hamburger Hafen auf der Schiene befördert.
Die Importzüge von IGS und CTS starten jeweils sonntags, dienstags und donnerstags in Hamburg. Die Ent- und Beladung der Züge in Köln erfolgt montags, mittwochs und freitags abends. Die Ankunft der Exportzüge in Hamburg ist jeweils am Folgetag vorgesehen. In Hamburg und Bremerhaven sind alle großen Seeterminals direkt an das Zugsystem angebunden. Für die Zustellung in der Region Köln und alle Services rund um den Container steht die Neska-Tochter CTS mit ihrer Trucking- und Terminal-Organisation zur Verfügung. Die Abwicklung der Züge in den Seehäfen führt IGS durch.

Das Logistikunternehmen IGS erhöht die Frequenz auf weiterer Strecke

Darüber hinaus erhöht IGS zeitgleich die Verkehrsfrequenz der zwischen den Terminals Schweinfurt und Aschaffenburg zu den norddeutschen Seehäfen auf tägliche Abfahrten. Ab 5. März 2019 gibt es fünf statt vier Rundläufen pro Woche, teilte das Unternehmen mit. Durch die neuen Verbindungen hätten Reeder künftig auch die Möglichkeit, Leercontainer mit IGS Intermodal aus ihren Depots in Schweinfurt und Aschaffenburg zur CTS nach Köln zu befördern, hieß es.

Quelle: PM-RheinCargo – 11.03.2019

 

Erfolg vor dem EuGH!

 

Studien zu Glyphosat dürfen nicht geheimgehalten werden

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat der Klage
der grünen Europaabgeordneten Heidi Hautala, Michéle Rivasi, Benedek Jávor und Bart Staes stattgegeben. Sie hatten auf die Veröffentlichung von Studien zum Krebsrisiko durch Glyphosat geklagt.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte sich geweigert, zentrale Teile jener Studien zu veröffentlichen, auf deren Grundlage die EFSA Glyphosat als nicht krebserregend eingestuft hatte. Die EFSA und die Pestizidhersteller Monsanto und Cheminova hatten argumentiert, eine vollständige Veröffentlichung der Studien würde die finanziellen Interessen der Unternehmen beeinträchtigen und das öffentliche Interesse weniger wiegen.
Diese Argumentation hat der EuGH in seiner heutigen Entscheidung vollständig und in einiger Schärfe zurückgewiesen und klar gemacht: Das öffentliche Interesse zu wissen, welche Risiken durch die Freisetzung von Pestiziden in die Umwelt entstehen, überwiegt das finanzielle und unternehmerische Interesse der Pestizidhersteller.
Das Urteil ist ein großer Erfolg für Transparenz. Wenn es um die menschliche Gesundheit geht, darf nicht im Dunkeln operiert werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage Glyphosat bewertet wurde. Pestizidhersteller können ihre Studien nicht mehr mit dem Verweis auf ihr finanzielles und unternehmerisches Interesse vor der Öffentlichkeit verstecken.

Als Konsequenz aus dem Urteil sollte die EFSA jetzt alle bisher geheimen Studien zu den Auswirkungen von Pestiziden veröffentlichen. Die Studien müssen von der Wissenschaft wiederholbar sein. Die Zeit der Geheimnistuerei und Verschleierung könnte mit diesem Urteil endlich vorbei sein. Jede Risikobewertung von Glyphosat muss nachvollziehbar und transparent geschehen.

Für die menschliche Gesundheit und die Umwelt gilt das Vorsorgeprinzip.

Deshalb muss aufgrund der bestehenden Risiken Glyphosat aus dem Verkehr gezogen werden.

Hintergrund:
Die Grünen Europaabgeordneten Heide Hautala, Michéle Rivasi, Benedek Jávor und Bart Staes hatten im Jahr 2017 auf die Veröffentlichung von Studien zum Krebsrisiko durch Glyphosat geklagt. Im Rahmen der umstrittenen Wiederzulassung des Pflanzengiftes hatte sich die mit der wissenschaftlichen Prüfung beauftragte Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geweigert, zentrale Teile (“Material, Versuchsbedingungen und Methoden” und “Ergebnisse und Analyse”) jener von der Industrie in Auftrag gegebenen Studien zu veröffentlichten, die zur Einschätzung des Krebsrisikos verwendet wurden. Die EFSA kam auf Grundlage dieser Studien, anders als die internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) zu dem Ergebnis, dass Glyphosat nicht krebserregend sein.
Die EFSA und die Pestizidhersteller hatten ihre Weigerung, die Studien vollständig zu veröffentlichen, damit begründet, dass eine vollständige Veröffentlichung der Studien die finanziellen Interessen der Unternehmen beeinträchtigen und das öffentliche Interesse weniger wiegen würde. Zudem argumentierten sie, dass die geheimgehaltenenen Teile der Studien gemäß der Aarhaus-Verordnung nicht von öffentlichem Interesse seien, weil es dort nicht um die Freisetzung von Glyphosat an sich, sondern um die daraus folgenden Auswirkungen auf die Umwelt gingen. Dies sei durch die Aarhaus-Konvention nicht gedeckt, so die Pestizidhersteller und EFSA einhellig.

In der Entscheidung des EuGH wurde auch einem ähnlichen Antrag zur Veröffentlichung stattgegeben (Rechtssache Tweedale). Die Pressemitteilung des EuGHs zu dem Urteil findet sich hier: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2019-03/cp190025de.pdf

Seelsorge digital

Seelsorge-Angebot auf Sprachassistent Alexa

Das katholische Bistum Essen ist jetzt auch über den Sprachassistenten Alexa ansprechbar. Nutzer können dort ab sofort unter dem Stichwort „Etwas Gutes“  dem Assistenten mitteilen, wie sie sich gerade fühlen. „Aus einer Datenbank wird dann ein 90-sekündiger Denkanstoß, Impuls oder eine Gedankenanregung abgespielt – genau passend zur jeweiligen Stimmung des Nutzers“, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Für das Bistum sei es die Chance, ein seelsorgliches Angebot gezielt für jeden Einzelnen auszuspielen, sagt Bistumssprecher Ulrich Lota. „Wir wollen etwas Gutes bieten, egal ob sich die Nutzer gerade traurig oder dankbar, einsam oder geliebt fühlen.“

Auch die Evangelische Kirche im Rheinland will bei den digitalen Sprachassistenten Präsenz zeigen. Am 1. März startete sie ein Pilotprojekt, bei dem Daten zu Kirchen und Gottesdienstzeiten an die Betreiber von Suchdiensten und Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistent übergeben werden. Die Protestanten wollen damit in diesen Diensten besser auffindbar sein.

Quelle: dpa, 5.3.2019

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