Und tschüs . . .

30. April 2017

 

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Zug um Zug

30. April 2017

Der Duisburger Hafen hat mit seinem Hafenbetreiber Duisport eine innovative Gesellschaft, die in Zukunft denkt und handelt. Zukunft ist für sie der Transport von Gütern mit den Bahn.

So gibt es schon seit einiger Zeit eine Zugverbindung von Duisburg nach China*, auf der die Ware in nur 16 Tagen auf dieser rund 10 500 Kilometer langen Strecke unterwegs ist. Schneller als mit dem Schiff oder mit dem Lkw.

Ab Mitte Mai wird nun ein Containerzug von Duisburg aus einmal wöchentlich den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ansteuern. Mit ihm gelangen dann die vorher mit dem Schiff nach Duisburg gekommenen Waren direkt zu Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen.

Damit entwickelt sich Duisburg zum größten Eisenbahn-Binnenhafen mit mehr als 400 Güterzugverbindungen zu weltweit 80 Zielen.

So langsam kann man Mitleid bekommen mit der Lkw-Flotte: Keine Angst – ihr werdet auch noch gebraucht! Für die Feinverteilung vor Ort bis maximal 100 Kilometer: „Kein Aldi hat einen Gleisanschluss!“*

*Aktueller Betrieb
Eine weitere Verbindung nach China wurde nach dem erfolgreichen Testlauf am 30. März 2012 eingerichtet, die wöchentlich Duisburg mit Chongqing verbindet.
Ab September 2014 waren wöchentlich vier von der TEL vermarktete Zugpaare zwischen Deutschland (Duisburg) und China unterwegs. Während im Jahr 2012 erst 4000 TEU-Container transportiert wurden, waren es 2015 schon 28.000 TEU und fünf wöchentliche Zugpaare. Im Jahr 2016 wurden 40.000 Container transportiert.
In Korgas, an der Grenze zwischen China und Kasachstan, ist ein großes Containerterminal entstanden. Dort werden die Container eines Zuges innerhalb von 45 Minuten von chinesischen Regel- auf Breitspurwagen umgesetzt. An der polnisch/weißrussischen Grenze müssen die Containertransporte aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten erneut umgekrant werden.***

**Worte eines Spediteurs auf einer „Werbeveranstaltung“ des Fördervereins Pro A 22 (so hieß der vor 10 Jahren noch!).

***wikipedia

Politik für mehr Schiene

28. April 2017

Eisenbahnbranche fordert eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr in Deutschland

Erstmals haben die acht Verbände der deutschen Eisenbahnbranche gemeinsam drei politische Kernforderungen zur Bundestagswahl 2017 und für die kommende Legislaturperiode präsentiert. Zusammen mit den politischen Entscheidern im Bund und in den Ländern wollen sie sich in den kommenden Jahren für die Einführung des Deutschland-Takts, für die Halbierung der Schienenmaut und für die Förderung von Innovationen im Schienenverkehr einsetzen.
Der Eisenbahnsektor will sich durch Leistung, Qualität und Innovationen selbstbewusst dem Wettbewerb der Verkehrsträger stellen und seinen Marktanteil deutlich steigern. Um dies tun zu können, fordern die Branchenvertreter von der Politik entschlossene und konsequente Entscheidungen für den ökologisch und ökonomisch effizienten Verkehr auf der Schiene. Der Schienenverkehr braucht faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb zu anderen Verkehrsträgern, eine ausreichende Finanzierung des Systems Schiene und ein nachhaltiges politisches Engagement für Forschung und Entwicklung.
Die globalen klima- und umweltpolitischen Herausforderungen, auf die Deutschland sich zuletzt durch den Klimaschutzplan der Bundesregierung richtigerweise verpflichtet hat, erfordern eine konsequente Politik der Verkehrswende. Dafür ist schnelles und deutliches politisches Handeln zugunsten eines effizienten und umweltfreundlichen Schienenverkehrs unumgänglich. Für mehr Kunden, braucht es die Einführung des Deutschland-Takts, für den fairen Wettbewerb die Halbierung der Schienenmaut und angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Mobilitätsbereich, die Förderung von Innovationen.
In einer gemeinsamen Erklärung haben die acht Verbände ihre Kernforderungen zusammengefasst und werden diese mit der Politik diskutieren. Die Broschüre „Mobilität und Klimaschutz: Deutschland braucht eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr“ kann bei den genannten Verbänden angefordert werden.

Gemeinsame Pressmitteilung von: 
Allianz pro Schiene e. V. 
Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV e. V. (BAG-SPNV)
mofair e. V.
Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e. V. (NEE)
Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e. V.
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)
Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD)   
Verband der Güterwagenhalter in Deutschland e. V. – VPI

BUND lehnt Bau der A 20 ab

28. April 2017

BUND lehnt Bau der Autobahn A20 ab und kritisiert Bundesverkehrswegeplan 2030

Der Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) begrüßt, dass am 2. Mai eine Podiumsdiskussion zu der geplanten A20 in Loxstedt-Stotel unter Einbezug der Kritiker stattfindet und diese damit Gelegenheit zur Darstellung der kritischen Positionen haben. Anlässlich dieser Veranstaltung bekräftigt der BUND seine Kritik an der Planung zur A20, aber auch an den vielen naturzerstörenden Straßenbauprojekten des Bundesverkehrswegeplanes. Insbesondere bemängelt der Umweltverband die fehlende Prüfung der vorgeschlagenen umweltschonenden und kostengünstigen Alternativen zur A20.
Verkehrsminister Dobrindt und Staatssekretär Ferlemann setzten mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 weiter vor allem auf das Auto, das sei eine Politik von vorgestern, so der BUND, und der neue Bundesverkehrswegeplan sei ein maximales Straßenbauprogramm, das die Verkehrsprobleme in den überlasteten Verbindungskorridoren und den Städten nicht löse. Andererseits erhöhe es die Treibhausgas- und Schadstoffemissionen in Städten sowie den Flächen- und Landschaftsverbrauch massiv.

Der BUND kritisiert, dass sämtliche umweltschonenden und kostengünstigen Alternativvorschläge zu überdimensionierten Straßen ignoriert worden seien. „Die von uns vorgeschlagenen Alternativen zur A20, wie der achtstreifige Ausbau der parallelen A1 und der A7, die Prüfung eines teilweisen 2+1 Ausbaus bestehender Bundestraßen sowie die Beseitigung von Engpässen im Schienennetz haben der Minister und der Staatssekretär ignoriert“, führt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe in Bremerhaven, aus. Die Optimierung der vorhandenen Bahnstrecken würde eine bessere Hinterlandanbindung der Seehäfen gewährleisten.

„Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist die A20 ein Sündenfall“, betont Quellmalz. „Zum einen würden mit dem Bau wertvolle Moorböden versiegelt, stärker entwässert und der Druck auf andere Landwirtschaftsflächen erhöht, zum anderen ziehen neue Straßen in der Regel zusätzlichen Verkehr und mehr Klimagas-Emissionen nach sich.

Der Mensch verändert die Welt

23. April 2017

Der „menschgemachte“ Planet: Bleibt nichts mehr unberührt?*

Seit es den Menschen gibt, hat er die Erde geprägt und verändert. Ob in der Landwirtschaft, im Handel, Verkehr oder in der Industrie: Der Mensch hat überall seine Finger im Spiel – und hinterlässt sichtbare Spuren.

Ein Blick auf seinen Fingerabdruck auf der Erde . . . .

 

Wie stark der Mensch die Erde bereits verändert hat, lässt sich durch einen Blick von oben erkennen. Dieses Bild zeigt Plastik-Gewächshäuser in Almería, Spanien. © Daily Overview /Digital Globe

 

 

So schön kann es aussehen, wenn Natur menschgemacht ist: Das Bild zeigt künstlich angelegte Tulpenfelder in Lisse, Niederlande. Welche natürlichen Lebensräume mussten den hübschen Pflanzen wohl weichen? © Daily Overview /Digital Globe

 

Containerhafen in New Jersey, USA: Bilder von solchen anthropozänen Landschaften fordern auf, die Erde mit neuen Augen zu sehen und Verantwortung für sie zu übernehmen. © Daily Overview /Digital Globe

 

Dieses Bild zeigt eine landwirtschaftliche Anlage im texanischen Summerfield, in den USA. Was auf den ersten Blick wie ein Kunstgemälde wirkt, zeigt in Wirklichkeit Rinder-Feedlots und eine Jauchegrube, also eine in den Boden eingelassene Lagerstätte für Gülle. ©Daily Overview /Digital Globe

 

Durrat Al Bahrain, ist nach den Amwaj-Inseln die größte künstliche Insel in Bahrain. Solche menschgemachten Touristeninseln sind keine Seltenheit. Was von oben wie ein faszinierendes Kunstwerk aussieht, bedeutet für viele Meeresbewohner die Zerstörung ihres Lebensraumes. Denn die Schöpfer der künstlichen Inseln entnehmen den feinen Sand direkt vom Meeresboden. © Daily Overview /Digital Globe

 

Grünes Band zwischen Niedersachsen und Thüringen. © Klaus Leidorf

 

Dubai-Stadt, die Hauptstadt des Emirats Dubai, ist mit etwa 2,1 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Sie ist aus dem All an der charakteristischen Form der künstlichen Insel ‚Palm Jumeirah‘ (oben links) deutlich zu erkennen. Der helle Fleck in der rechten Bildmitte ist der Burj Khalifa, das derzeit größte Gebäude der Welt. © Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center

Der Mensch ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr fleißig gewesen

Etwa dreiviertel des festen Landes hat er ganz nach seinem Geschmack umgestaltet. Das heißt konkret: Er hat neue Pflanzenkulturen angebaut, Straßen gebaut, Flüsse begradigt, Wälder abgeholzt, Meere leergefischt, Berge untertunnelt. Es gibt kaum noch einen Fleck auf unserem Planeten, der gänzlich unberührt geblieben ist.

Ein Geben und Nehmen
Die schwerwiegenden Folgen sind sichtbar: Erderwärmung, Naturkatastrophen, Artenschwund oder Verknappung lebensnotwendiger Ressourcen. Diese Veränderungen sind so gravierend, dass viele Forscher von einem neuen Erdzeitalter sprechen: dem Anthropozän oder zu Deutsch: das „menschgemachte Neue“.
Liest man die einschlägigen Medienberichte, geht der Mensch hier eindeutig als Bösewicht hervor. Aber so einfach ist das nicht. Denn gemäß dem Anthropozän-Denken ist der Mensch nicht nur zerstörerische Naturgewalt, sondern auch Teil der Natur. Das bedeutet, dass es an ihm liegt, Räume zu schaffen, in denen sich die Natur erholen kann. Und damit ist nicht lediglich gemeint, Natur in Reservate umzuwandeln und diese Gebiete einzuzäunen.
Mehr als nur Schadensbegrenzung?
Kann der Mensch die Erde sogar in einem besseren Zustand hinterlassen, als er sie vorgefunden hat? Oder kann er jetzt nur noch Schadensbegrenzung leisten? Welche Rolle spielen Zukunftsthemen wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz? Wie kann er seine Lebensmittel so produzieren, dass sich auch noch künftige Generationen ernähren können?

*Bericht im Internet von einer Ausstellung in München

Umsonst gestorben

Karfreitag, 14. April 2017

„Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: ‚Eli, Eli, lama asabtani?‘ Das heißt übersetzt: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘ „*

Gott hat nicht nur Jesus verlassen, Gott hat die ganze Menschheit verlassen.

Gibt es überhaupt einen Gott? Oder ist er der Fantasie einiger Hirten in der Wüste, nachts am Lagerfeuer entsprungen? Als eine Antwort auf deren Frage „Woher kommen wir, wo gehen wir hin?“.

Während viele Christen in der Kirche das Vaterunser beten, fallen Bomben auf Städte. Zerstören Häuser und töten Menschen.

 

*Markus 15, Vers 33