Die Deutsche Bahn AG . . . . in der Anstalt

31. Januar 2019

Die Deutsche Bahn!

Unsere Deutsche Bahn!!

Was haben Politiker und Interessengruppen aus ihr gemacht!?

Antworten darauf in der Satiresendung des ZDF.

Leider nicht nur Satire sondern Fakt.

Zur Sendung:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-29-januar-2019-100.html

Faktencheck zur Sendung:

anstalt_deutschebahn_faktencheck-januar-2019-100

Impressum mistkaeferterror:

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Schülerprotest „Fridays for Future“

25. Januar 2019

Schwänzen für das Klima

Beitrag von Emma Grass für die Berliner Zeitung

An diesem Freitag findet in Berlin eine große Protestaktion statt, zu der ich unbedingt hin will: Unter dem Slogan „Fridays for Future“ schwänzen ziemlich viele Kinder und Jugendliche die Schule, um gemeinsam mit Studenten für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen.
An einigen Schulen in Berlin und Brandenburg planen sogar ganze Jahrgangsstufen, für diesen Protestmarsch nicht wie sonst zur Schule zu gehen. Die bundesweite Hauptdemo ist natürlich in Berlin, bei der mehrere tausend Schüler und Studenten erwartet werden.

Die Aktion findet inzwischen weltweit statt

Vielen ist einfach klar, dass der Klimawandel eine reale Bedrohung für ihre Zukunft ist, und sie finden es wichtig, dagegen anzugehen. Sie wollen, dass nicht nur darüber geredet wird, wie dramatisch der Klimawandel ist und was man theoretisch so alles gegen ihn unternehmen könnte oder müsste.

Die Jugendlichen wollen, dass die Politiker – und alle anderen Erwachsenen auch – endlich aktiv etwas gegen den Klimawandel machen.

Von 0 auf 100 . . . .

. . . . in 4 Sekunden

Es gibt Reiseplattformen, auf denen für einen „Raser-Urlaub“ in Deutschland geworben wird. Einzig in Europa gibt es auf deutschen Autobahnen keine allgemeinen Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Und das soll auch so bleiben

Die mehr als 3.000 Verkehrstoten pro Jahr (2017 waren es 3.177) sind dabei nur eine marginale Größe im Vergleich mit der Freiheit, die durch freie Fahrt gewonnen wird.

Einmal im Jahr gibt es irgendeine Person oder Institution, die ein Tempolimit in den Raum stellt. So wie heuer, verbunden mit der Tagung des Verkehrsgerichtstags vom 23. bis 25.1. in Goslar. In diesem Jahr stehen nicht nur die Verkehrstoten im Fokus, dieses Jahr wird das sich verändernde Klima für die Begründung herangezogen. „Eine Regierungskommission, die an Vorschlägen für mehr Klimaschutz arbeitet, hat die Idee (des Tempolimits) jetzt wieder ins Spiel gebracht“, schreibt der Weser Kurier*, und ein Vertreter der Gewerkschaft der Polizei assistiert: „Wenn wir uns nicht damit abfinden wollen, dass jedes Jahr rund 3200 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen, müssen wir uns etwas einfallen lassen.“

Kaum hatten diese Meldungen die Agenturen erreicht, wurden die Bataillone der Gegner eines Tempolimits in Marsch gesetzt. Allen voran die Lobbyisten von AvD, ACE und ADAC. Der Einfluss von generellen Tempobegrenzungen auf die Unfallzahlen sei nicht erwiesen (wie auch?), so der AvD, der ACE pflichtet bei „zuletzt seien auf Landstraßen jährlich rund 1.900 Menschen gestorben, das seien knapp 60 Prozent aller Verkehrstoten gewesen“ und der ADAC plädiert für bauliche Maßnahmen: „Die Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Fahrspuren nehmen immer mehr zu.“ Das unterstützt auch der Vertreter der Polizeigewerkschaft: „Wenn jemand mit Tempo 180 unterwegs ist und vor ihm schert ein Fahrzeug mit Tempo 90 auf die Überholspur aus, geht das schnell schief.“

Einer fehlt noch

Auch der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht keinen Handlungsbedarf. Schaut man sich die Liste der Top-Spender des Jahres 2018 an, wundert das nicht (Spender 4, 6 und 7)**.


Der morgen zu Ende gehende Verkehrsgerichtstag wird keine Empfehlung zur Einführung eines generellen Tempolimits abgeben. Die Reisebranche kann dem beruhigt entgegensehen.

*Weser Kurier, 23.1.2019

**Daimler (bekannt), Klatten/Quandt (BMW)

Für PS-Enthusiasten: Spiegel online vom 25.3.2014 + AUDI 2018

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Quelle: ADAC_ampnet_photo_20180628_151030

Töten zum Spaß

24. Januar 2019

Dr. Christian Felix schreibt zu seiner Petition „Verbietet die Trophäen-Jagd“

In einer Woche ist es wieder soweit: die Westfalenhallen in Dortmund öffnen ihre Tore für die Freunde der Jagd. Mit im Programm sind auch diesmal Jagdreisen zu anderen Kontinenten, um dort Tiere bedrohter Arten abzuschießen. Zuletzt war es sogar möglich, besonders grausame Jagdmethoden zu buchen, bei denen es darauf ankommt, dem Tier vor seinem Tod möglichst viele Schmerzen zuzufügen.
Aber schon die gewöhnliche Trophäenjagd ist für das Tier mit großem Leid verbunden. Um die Trophäe nicht zu verletzen, versuchen die Hobbyschützen, die von Berufsjägern assistiert werden, den Kopf zu schonen. Ziel ist zunächst die Hüfte, um dem Tier erstmal die Möglichkeit zu nehmen, zu fliehen.
All das verstößt gegen § 17 Tierschutzgesetz, denn die Tötung eines Tieres zum Spaß oder zum Erwerb einer Trophäe ist von der Waidgerechtigkeit nicht gedeckt. Trotzdem werden Jagden mit genau diesem Zweck in Halle 7 der Messe Jagd & Hund, die vom 29. Januar bis 3. Februar in Dortmund stattfindet, verkauft.
Allein in Afrika erlegen 18 000 Großwildjäger aus dem Ausland jedes Jahr über 100 000 Wildtiere [1]. Trophäenjäger töten für ihre Gier nach einer besonderen Jagdtrophäe oft die stattlichsten und erfahrensten Individuen und reduzieren auf diese Weise die Tierwelt in einem erheblichen Ausmaß. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die legale Trophäenjagd ein wesentlicher Faktor für den Rückgang bestimmter Wildtierarten ist.
Die Bundesregierung steht zur Trophäenjagd. Staatssekretär Jochen Flasbarth im SPD-geführten Bundesumweltministerium findet sie gar gut begründet [2]. Die Argumentation jedoch, dass solche Jagdreisen einen Beitrag zum Schutz der bejagten Arten leisten würden, ist nicht haltbar, denn die beträchtlichen Summen, die Hobbyjäger für eine Jagdreise ausgeben, landen in der Regel nicht bei der lokalen Bevölkerung oder bei einer Nationalparkverwaltung, sondern überwiegend in den Taschen der Reiseveranstalter und Jagdfarmbesitzer.
Bei ihrer Haltung zur Großwildjagd wird die Bundesregierung von der Organisation World Wide Fund For Nature (WWF) beraten. Diese möchte im Kavango-Sambesi-Gebiet (KaZa) nach dem Vorbild Namibias sog. conservancies einrichten, in denen Hobbyjäger ihren Blutsport ausüben können. Anstatt Alternativen zur Trophäenjagd zu fördern, die – anders als die Trophäenjagd – langfristig echte ökonomische Perspektiven für die lokale Bevölkerung bieten und damit die Ursachen der Wilderei bekämpfen, finanziert die Bundesregierung das Konzept der conservancies mit 47,8 Mio. Euro [3]. Die oben gezeigten Filmaufnahmen stammen aus einem vom WWF unterstützten Jagdgebiet im Caprivistreifen im Nordosten Namibias.
Wenn Tierarten wie Löwe, Elefant, Nashorn, Giraffe, Gepard oder Eisbär einmal ausgerottet sein werden, wird man sich rückblickend fragen, wie unsere Gesellschaft es zulassen konnte, dass in Deutschland rechtswidrige Jagden auf diese Tiere legal verkauft worden sind.

[1] https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/2009-074-En.pdf
[2] https://www.change.org/p/frau-schulze-stoppen-sie-den-import-von-jagdtroph%C3%A4en-gesch%C3%BCtzter-tierarten/u/20372321
[3] http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/135/1813552.pdf