Gabriel

28. Februar 2018

Machtbewusstsein und Instinktlosigkeit sind in Deutschland außerordentlich beliebte Charaktereigenschaften. Den Umgang mit seinem „Freund“ Schulz hat man schnell vergessen. Wer? Schulz?  . . . . . . ach der aus Würselen! Wo liegt das denn?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb am 23. Februar 2018:

„Außenminister Sigmar Gabriel genießt bei den Wählern weiterhin hohes Ansehen und sollte nach Ansicht der Mehrheit den Job auch weitermachen können. In dem am Freitag veröffentlichten neuen ZDF-“Politbarometer“ gaben 67 Prozent aller Befragten an, sie fänden gut, wenn Gabriel Außenminister bliebe. Bei den SPD-Anhängern fand sich sogar eine Mehrheit von 77 Prozent. Auch der am Donnerstag veröffentlichte ARD-“Deutschlandtrend“ hatte ergeben, dass sich 72 Prozent der Deutschen wünschen, dass der frühere SPD-Vorsitzende weiterhin das Außenamt führt. Gabriel würde bei einer Neuauflage der Koalition gerne Außenminister bleiben, ihm werden aber nur geringe Chancen eingeräumt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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#NoGroKo

26. Februar 2018

Egal, wie die Abstimmung in der SPD ausgehen wird: Teile der SPD-Führung denken darüber nach, den Vorsitzenden der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, in Zukunft stärker einzubinden.

Ran an die Fleischtöpfe der Macht – dann wird er ruhiger!

 

Platooning: MAN übergibt Pilotfahrzeuge an DB Schenker

16. Februar 2017
„Autonomes und vernetztes Fahren wird den Straßengüterverkehr grundlegend verändern. Mit dem Projekt testen wir Platooning erstmals im Logistikalltag. Wir freuen uns daher, dass wir die Fahrzeuge jetzt operativ in die Testläufe einbinden können“, betonte Ewald Kaiser, Chief Operating Officer des Logistikkonzerns DB Schenker.

„Dass Platooning technisch funktioniert, haben wir in verschiedenen Vorgängerprojekten wie 2016 in der European Truck Platooning Challenge bereits bewiesen. Die Anpassung dieser Technologie an die realen Alltagsbedingungen der Logistik ist die Herausforderung, die wir jetzt angehen“, ergänzte Dr. Frederik Zohm aus Sicht des Lkw Herstellers MAN.

Im Rahmen der im Mai 2017 vereinbarten Kooperation werden Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb von DB Schenker über mehrere Monate im realen Straßenverkehr auf der A9 zwischen München und Nürnberg getestet. Zum ersten Mal werden dabei keine Testfahrer, sondern Berufskraftfahrer von DB Schenker am Steuer sitzen. Deren Erfahrungen, Einschätzungen und Bewertungen von Platooning stehen im Fokus der Arbeit der Hochschule Fresenius, die als dritter Kooperationspartner die wissenschaftliche Begleitung der Testfahrten übernimmt. „Wir möchten herausfinden, welche Auswirkungen die neue Technologie auf die Fahrer hat. Die Schwerpunkte der Studie liegen auf der neurophysiologischen und psychosozialen Ebene“, erläutert Prof. Dr. Christian T. Haas, Leiter des
Instituts für komplexe Gesundheitsforschung an der Hochschule Fresenius. „Die Resultate der Untersuchung an der Mensch-Maschine-Schnittstelle sollen unmittelbar zurück in die Technologieentwicklung fließen.“

Unter Platooning versteht man ein Fahrzeug-System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Fahrassistenz- und Steuersystemen in geringem Abstand hintereinander fahren können. Alle im Platoon fahrenden Fahrzeuge sind durch eine sogenannte elektronische Deichsel mittels einer Car-to-Car-Kommunikation miteinander verbunden. Das führende Fahrzeug gibt die Geschwindigkeit und die Richtung vor. Dabei gewährleistet die elektronische Kopplung der Fahrzeuge im Platoon die Verkehrssicherheit. Ein wesentliches Ziel von Platooning ist es, durch Windschattenfahren eine Kraftstoff-Einsparung für den gesamten Platoon zu erreichen.
Quelle/Bildquelle: MAN

mistkaeferterror: 

Platooning – ein alter Hut

Da „jammern“ die Bahnoberen, dass der Güterverkehr auf der Schiene stagniert und lassen gleichzeitig zu, dass ihre „Tochter“ DB Schenker ein Vorhaben finanziert, das mit dazu beitragen wird, noch mehr Güter von der Schiene auf die Straßen zu holen. Verquerer geht es nicht. Was vielen in der Bevölkerung nicht bewusst ist: DB Schenker ist der größte Lkw-Logistiker in Deutschland und mittlerweile auch weltweit. Kein Logistiker hat mehr Stinker auf den Straßen – und: Das Ganze gehört auch noch uns Bürgern (na ja, dem Staat).

Platooning kann so schön sein: Für Güter und Personen

Fotos: maschus

Verbrennt Goethe

11. Februar 2018

 

Seit 2011 ziert das Gedicht „avenidas“ des Schweizer Lyrikers Eugen Gomringer eine Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin-Hellersdorf. Ausgelöst durch die durchaus berechtigte #me/Too-Debatte wird jetzt alles durchforstet, was den Anschein von Sexismus haben könnte. Das Gedicht an der Hauswand ist eines der Opfer, denn am 23. Januar 2018 hat der Akademische Senat der Hochschule mehrheitlich beschlossen: Das angeblich sexistische Wandgedicht muss weg. Diese Entscheidung sorgt für massive Reaktionen und wir in der mistkaeferterror-Redaktion fragen uns, ob nicht bald auch Texte von Johann Wolfgang von Goethe unter den Index fallen und man diese zukünftig nur noch in dunklen Hinterzimmern einer verruchten Buchhandlung erstehen kann.

Begründet sind unsere Befürchtungen durch den Text des Liedes „Sah ein Knab‘ ein Röslein stehn“ und jeder/jede der/die diesen Text (siehe unten) liest, muss vor Scham erröten, wenn er/sie sich vorstellt, was Goethe damit wohl gemeint haben könnte. Sexistischer geht es nun wirklich nicht: “ . . . Knabe sprach: ich breche dich . . .“ und dann weiter  „. . . mußt‘ es eben leiden.“ 

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
war so jung und morgenschön, 
lief er schnell, es nah zu sehn,
sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: Ich steche dich,
daß du ewig denkst an mich,
und ich will’s nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
half ihm doch kein Weh und Ach,
mußt‘ es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden

Um die ganze Angelegenheit zu entschärfen – mittlerweile fahren schon die Touristenbusse an der Hauswand vorbei – haben wir ein Gedicht gefunden, das sicher weniger die Emotionen Weniger erregt, als der Text von Eugen Gomringer.

Viele Mails sind mittlerweile eingegangen mit der Aufforderung, den deutschen Text der beiden Gedichte zu veröffentlichen.

Eugen Gomringer 

alleen

alleen und blumen

blumen

blumen und frauen

alleen

alleen und frauen

alleen und blumen und frauen und

ein bewunderer 

El Zapatero 

straßen

straßen und autos

autos

autos und männer 

straßen

straßen und männer

straßen und autos und männer und

eine Tramperin

 

 

 

BUND zum Koalitionsvertrag

8. Februar 2018

Koalitionsvertrag: GroKo verschleppt dringend notwendige sozial-ökologische Wende. Bürgerwunsch nach Klimaschutz und gesunden Lebensmitteln wird missachtet

Berlin: In einer ersten Bewertung des Koalitionsvertrags von Union und SPD sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „In zu vielen Politikbereichen siegt bei Union und SPD der kleinste gemeinsame Nenner. Die Chance auf eine sozial-ökologische Wende wird wieder einmal vertan. Einige wenige gute Ansätze können nicht darüber hinwegtäuschen, dass beim Klima, dem Verkehr und der Landwirtschaft weiterhin die Interessen einzelner Industriezweige wie der Kohle-, Auto- und der Agrarlobby Vorrang vor Menschen und Umwelt erhalten. Die GroKo setzt sich zwar die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung als Maßstab, flankiert diese aber nicht wirksam. So bleibt Nachhaltigkeit nur eine Worthülse. Eine GroKo werden wir daran messen, ob sie unverzüglich nach der Regierungsbildung mit effektiven Sofortmaßnahmen bei dringlichen Themen wie Klimawandel, Dieselskandal, Artensterben und Glyphosat-Ausstieg nachsteuert.“
Dramatisch sei, dass der Koalitionsvertrag auf konkrete Maßnahmen verzichte, mit der das Klimaziel 2020 noch erreicht werden könne. „Mit dem Beschluss, das Klimaziel für 2020 aufzuschieben, wird ein wesentliches Wahlversprechen ignoriert, für das es eine große Mehrheit in der Bevölkerung gibt. Hier sind die GroKo-Verhandler vor der Kohlelobby eingeknickt. Das 2020-Ziel kann nur noch durch die rasche Abschaltung der klimaschädlichen Kohlekraftwerke erreicht werden – die dreckigsten und ineffizientesten zuerst. Der Koalitionsvertrag setzt mit einer Kohle-Kommission und einem Klimaschutzgesetz zwar mittelfristig Instrumente für Klimaschutz, versäumt es aber, die erforderlichen Festlegungen für das Hier und Jetzt zu treffen. Besonders dramatisch zeigt sich dies bei der Energieeffizienz, bei der die vage Strategie nicht zu der erforderlichen Reduktion des Energieverbrauchs führen kann“, sagte Weiger. Kohleausstieg und deutliche Energieeinsparungen seien auch essentiell, um die Klimaziele für 2030 und 2050 nicht zu gefährden.
Mit Blick auf notwendige Konsequenzen aus dem Dieselskandal und die auch klimapolitisch erforderliche Verkehrswende sagte der BUND-Vorsitzende weiter: „Die Fortschritte in einzelnen Bereichen wie dem ÖPNV oder dem Ausbau der Bahn können nicht darüber hinwegtäuschen, dass mutige Reformen auch im Verkehrsbereich fehlen. Statt den Schutz von Umwelt und Gesundheit zu garantieren, wird weiterhin die Automobilindustrie protegiert und aus der Verantwortung entlassen.“ Zwar finde sich im Koalitionsvertrag der Beschluss, Fahrverbote in Städten zu vermeiden, die hierfür notwendigen Maßnahmen wie die Einführung einer Blauen Plakette und einer verpflichtende Hardware-Nachrüstung auf Kosten der Autohersteller blieben jedoch aus. Zudem hätten sich die GroKo-Verhandler nicht zum Abbau der staatlichen Dieselförderung und anderer umweltschädlicher Subventionen bekannt, kritisierte der BUND-Vorsitzende.
Auch in den Bereichen Landwirtschaft und Nutztierhaltung bleibe der Koalitionsvertrag – gemessen am Wunsch der Verbraucher, das Ende der Massentierhaltung einzuleiten – weit hinter den Erwartungen zurück und lasse lediglich kleine Fortschritte zu. „Es ist richtig, die nationale Nutztierhaltungsstrategie weiterzuentwickeln, nur hätten die Koalitionäre hier konkret und zeitlich sowie finanziell verbindlich werden müssen. Statt alle tierischen Produkte mit einer verpflichtenden staatlichen Haltungskennzeichnung nach dem Modell der Eier-Kennzeichnung von 0 bis 3 zu versehen, plant die GroKo offenbar wieder eine Fortsetzung des viel zu laschen freiwilligen Tierwohllabels, das nur wenig Verbesserungen bringt“, sagte Weiger.
Schwach und unverbindlich sei der Koalitionsvertrag auch beim Problem des Insektensterbens, dem die mögliche Koalition mit einem Aktionsplan begegnen wolle, so Weiger. „Das Insektensterben zu stoppen kann ohne den schnellen Ausstieg aus schädlichen Pestiziden wie Glyphosat und den besonders für Bienen gefährlichen Neonikotinoiden nicht gelingen. Skandalös ist, dass der unlauteren und von einer Bevölkerungsmehrheit abgelehnten Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat kein verbindliches nationales Ausstiegsdatum entgegengesetzt wird. Wir fordern einen Glyphosat-Ausstieg innerhalb der nächsten drei Jahre. Der künftigen Bundesregierung muss ein Strategiewechsel hin zu einer Agrarpolitik gelingen, die Biodiversität und Insekten schützt, statt Agrarwüsten und Megaställe weiter zu fördern“, so der BUND-Vorsitzende.
Ein vernichtendes Urteil fällt der BUND auch hinsichtlich der Vereinbarung zum Abbau von Bürgerrechten unter dem Vorwand einer Planungsbeschleunigung von Infrastrukturprojekten. „Die geplante Einschränkung von Mitwirkungsrechten und Umweltgesetzen ist empörend und demokratieschädlich. Damit will die Bundesregierung von ihren eigenen Planungsfehlern ablenken. Gute Planung und Beteiligung in einem verbindlichen Verfahren ist das effektivste Mittel zur Beschleunigung“, sagte Weiger.
Mehr Informationen

Ausführliche BUND-Bewertung des Koalitionsvertrags:

bund_kommentierung_koalitionsvertrag

Pressekontakt: Olaf Bandt, BUND-Bundesgeschäftsführer für Politik & Kommunikation bzw. Ansgar Lahmann und Annika Natus,

BUND-Pressestelle, Tel. (030) 2 75 86-425, presse(at)bund.net

Donald Trump für Friedensnobelpreis nominiert

Berliner Zeitung, 01.02.2018 vor 1 Std.

 

© AP AP

US-Präsident Donald Trump ist zum dritten Mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. „Ich kann bestätigen, dass Trump nominiert ist“, sagte der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts, Henrik Urdal, der Online-Zeitung „Nettavisen“. Wer ihn vorgeschlagen habe, sei jedoch vertraulich.

mistkaeferterror kommentiert: „Holde Närrinnen und Narrhallesen: Wolle mer en roilosse?“  Duff-dää, duff-dää, duff-dää   –   Helau und Narrhalla-Marsch