Die Gly-Deern ist unter der Haube

Julia Klöckner heiratet heimlich in Südafrika

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat in Südafrika  geheiratet. Weit weg von Glyphosat, Gülle und Nitrat im Grundwasser und den Fridays-for-Future-Gören zum Trotz, hat sie am Samstag vor Ostern ihrem Lebensgefährten in Südafrika das Ja-Wort gegeben.

FOTO: dpa / CDU Rheinland-Pfalz / Text: mkt

 

Kein Bußgeld für Schulstreiks!

Sie streiken für unser Klima – und müssen jetzt privat Folgen fürchten. Politiker*innen fordern Strafen für Jugendliche, die Teil der #FridaysForFuture-Bewegung sind. Sogar der grüne Ministerpräsident Kretschmann findet Sanktionen richtig. Wir wollen zeigen: Die Angriffe machen die Klimaproteste nur noch stärker.

Seien Sie dabei!

Solidarisieren Sie sich jetzt mit den Jugendlichen und unterzeichnen Sie!

Appellempfänger*innen

Die Ministerpräsident*innen der Länder,
die Bildungsminister*innen der Länder,
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU),
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Tausende Schüler*innen streiken seit Monaten für echten Klimaschutz. Sie dürfen für ihr Engagement nicht bestraft werden. Sie haben ein Recht darauf, für eine lebenswerte Zukunft zu streiken.
Ich fordere Sie auf: Unterstützen Sie die Schüler*innen und nehmen Sie ihre Forderung nach mehr Klimaschutz ernst. Sorgen Sie dafür, dass Deutschland die von der Regierung gesteckten Klimaziele einhält und die drohende Klimakatastrophe verhindert.

https://campact.org/fridaysforfuture

Verkehrskommission ohne Ergebnis

Lange hat der BUND in der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ um Fortschritte bei der Verkehrswende gerungen. Doch in der Arbeitsgruppe Klimaschutz war es nicht möglich, sich mit Teilen der Industrie auf ein konkretes Maßnahmenpaket zu verständigen. Eines, das sicherstellt, dass der Verkehr seinen Ausstoß von Klimagasen bis 2030 um mindestens 40 Prozent verringert.

Die gute Nachricht 

Die Arbeit in der Verkehrskommission hat gezeigt, dass das Klimaschutzziel für den Verkehr noch zu erreichen ist, wenn rechtzeitig und umfassend gehandelt wird. Dafür aber müssen die Strukturen unseres Verkehrs grundsätzlich verändert werden. Sonst nämlich bleiben nicht nur die Klimaziele außer Reichweite, sondern auch alle übrigen Verkehrsprobleme ungelöst.
Wir brauchen merkliche Veränderungen – beim Warentransport, bei den Alternativen zum eigenen Auto oder beim Trend zum „immer größer, schneller, schwerer“, der weiter die Modellpalette der Autoindustrie prägt. In erster Linie auf sogenannte „Biokraftstoffe“ zu setzen, wie es Teile der Industrie tun, ist kurzsichtig und schafft mehr Probleme, als es löst. Der BUND kann den Zwischenbericht der Kommission daher nicht mittragen.

Einer stört

Mit wiederholten Störfeuern machte Verkehrsminister Andreas Scheuer deutlich, dass der Klimaschutz in seinem Ressort bestenfalls untergeordnete Bedeutung hat. Immer wieder ließ er erkennen, dass für ihn nur praktikabel ist, was den Autoverkehr in seiner heutigen Form nicht einschränkt. Der BUND wird weiter für eine Mobilitätswende kämpfen, die diesen Namen auch verdient. Nächster Adressat: das Klimakabinett!

Quelle: BUND, 2.4.2019

Bayern geht voran!

Das Volksbegehren Artenvielfalt unter dem Motto „Rettet die Bienen“ soll zum Gesetz werden.

Die bayrische Landesregierung will den Gesetzesentwurf des Volksbegehrens 1 zu 1 übernehmen. Es wird mehr Schutz für Bienen geben. So hat es Ministerpräsident Markus Söder verkündet.

Bayern übernimmt damit eine Vorreiterrolle beim Insektenschutz.

Jetzt muss auch die Bundesregierung endlich konkrete Maßnahmen ergreifen, die unsere Insekten schützen.

Mit einer Rekordbeteiligung von 1,75 Millionen hatte die bayrische Bevölkerung Söder und seine Landesregierung unter Zugzwang gesetzt. Das Volksbegehren sieht eine deutliche Reduzierung von Pestiziden in Bayern vor. Es sollen mehr Blühwiesen entstehen und der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft gesetzlich verordnet werden.

Öffentlicher Druck wirkt!

Bayern legt vor beim Insektenschutz, die Bundesregierung muss jetzt nachziehen. Wir müssen den verantwortlichen Bundesministerinnen zeigen, dass der Ruf nach mehr Schutz für Insekten in ganz Deutschland immer lauter wird. Von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg, von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen-Anhalt. Wir sind Viele und werden jeden Tag mehr. Gemeinsam setzen wir durch, dass es auch auf Bundesebene endlich mehr Schutz für Bienen, Schmetterlinge und Co. geben muss. Diese starke Forderung aus allen Ecken des Landes kann die Politik nicht überhören.

Damit die Bundesregierung dem guten Beispiel aus Bayern folgt, muss der Druck weiter erhöht werden. Es ist entscheidend für den Erfolg der Forderungen und damit für das Überleben der Insekten, dass sich immer mehr Menschen dem Protest anschließen.

Über 40.000 Menschen haben sich bereits an der Protest-Aktion „Lass brummen! Eine Zukunft für Insekten“ beteiligt.

Der BUND fordert:

• Auf zehn Prozent der Agrarflächen Lebensräume für Insekten schaffen.

• Bis Ende 2019 im Bundesnaturschutzgesetz ein Pestizidverbot in Schutzgebieten verankern.

• Umweltauswirkungen wie die Gefährlichkeit für Insekten sollen bei der Zulassung von Pestiziden künftig stärker berücksichtigt werden.

• Einen schrittweisen Glyphosat-Ausstieg bis 2021 umsetzen.