Die ewige Merkel

25. September 2080

In den Ankerzentren von Baden-Württemberg und Bayern herrscht das Chaos. Es sind einfach zu viele, die sich aus den ehemaligen nördlichen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz und Hessen nach Süden in die höher gelegenen Länder auf den Weg gemacht haben. Schleswig-Holstein existiert schon lange nicht mehr und auch in Hamburg und Niedersachsen ist Land unter. Dramatische Szenen gab es auch in Köln, als sich die Menschen in die Spitzen des Doms retten wollten. Eine der morschen Stiegen brach zusammen, damit war der Weg nach oben abgeschnitten und auch im zweiten Turm war das Gedränge so groß, dass einige Personen durch die Luken in die Fluten des Rheins stürzten.

Die Lage ist so zugespitzt, dass die bayrische Regierung den Einsatz von Frontex nicht mehr ausschließt.

 

Kölner Dom 2070

Kölner Dom 2075

Von der Zugspitze aus wandte sich die Kanzlerin mit einem Statement an die Bevölkerung:

„Guten Morgen meine Damen und Herren,
ich möchte ihnen gerne einige Worte zu unserer gestrigen Entscheidung über den Ausstieg aus der Kohleverstromung und die Zukunft des Energieversorgers RWE sagen.
Das Ergebnis der letzten Jahre konnte nicht überzeugen. Warum konnte es nicht überzeugen? Wenn ich mich persönlich frage, dann habe ich mich im Zusammenhang mit der lange zurückliegenden Entscheidung zu sehr mit der Funktionalität und den Abläufen in der Chefetage des Energieversorgers beschäftigt, aber wenig an das gedacht, das was die Menschen zu Recht bewegt, wenn sie von einer Verlängerung des Braunkohleabbaus hören und dass das geschehen konnte, das bedauere ich sehr.
Das neue Ergebnis gestern ist – und das ist für mich wichtig – sowohl sachgerecht als auch vermittelbar und es entspricht im Übrigen auch der Fürsorgepflicht für den Energieversorger RWE.
Heute ist der Tag, an dem vor einem Jahr wieder einmal eine Bundestagswahl stattfand. Und wir haben wieder ein schwieriges Wahlergebnis erhalten, das uns alle vor große Herausforderungen gestellt hat. Das hat sich auch in der langen Dauer der Regierungsbildung bemerkbar gemacht. Und um so wichtiger ist es natürlich, dass wir jetzt die Probleme der Menschen lösen.
Einiges davon haben wir gemacht, aber an vielen Stellen haben wir uns in den letzten Monaten zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Hier gibt es eine Notwendigkeit der vollen Konzentration auf die Sacharbeit und ich werde alles daransetzen, dass das in der nächsten Zeit auch so passiert.
Gluck Gluck“

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