Alles für die GroKo – scheiß aufs Klima

9. Januar 2018

Kaum zu glauben: Die GroKo hat vor, das Klimaziel 2020 einfach zu kippen! Der Schutz des Planeten soll bis nach der GroKo warten. Noch kürzlich hatten Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz fest versprochen, das Klimaziel 2020 einhalten zu wollen.[1,2] Doch das erste, was gestern aus der GroKo-Verhandlungsrunde durchgestochen wurde, war: Das Ziel von minus 40 Prozent CO2-Ausstoß soll nicht mehr gelten – der Klimakiller Kohle bleibt. Die GroKo kneift vor dem gefährlichsten Menschheitsproblem.[3]
Kaum vorstellbar, aber die Verhandlungsgruppe Energie schlägt genau das vor. Sie scheut den Konflikt mit Kohle-Lobby und Konzernen. Dabei steht fest: Nur mit einem konsequenten Kohleausstieg lässt sich das Klimaschutz-Ziel überhaupt noch erreichen.
Was bleibt, ist eine Chance – denn Fakt ist: Merkel und Schulz haben das letzte Wort. Und die haben noch nicht entschieden – doch schon Donnerstagnacht endet die Sondierung.

Zehn Jahren lang waren die Klimaziele Merkels Mantra – etwa, wenn sie sich medienwirksam vor den schmelzenden Gletschern Grönlands ablichten ließ.[4] Damals legte sie das Ziel fest: Bis 2020 soll es 40 Prozent weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 geben.
Seither aber hat sie beim Klimaschutz nur geschlampt. Zehn Jahre schon bewegt sich fast nichts – und die Kohlemeiler rauchen und rauchen. Doch noch ist es nicht zu spät. Renommierte Energieexperten belegen: Wenn wir Kohlekraftwerke abschalten, können wir das Ziel noch erreichen.[5]

Deshalb muss die Forderung lauten: Raus aus der Kohle – nicht aus dem Klimaschutz!

Quellen:
[1] „Union und SPD wollen Klimaschutzziel aufgeben“, Spiegel Online, 8. Januar 2018
[2] „Martin Schulz: ‘Klimaziele gehen einher mit Ende der Kohleverstromung’“, Zeit Online, 7. Dezember 2017
[3] „‘GroKo’-Sondierer wollen deutsches Klimaziel aufgeben“, Tagesspiegel Online, 8. Januar 2018
[4] „Grönland-Reise: Merkel auf Eis“, Spiegel Online, 16. August 2007
[5] „Klimaschutz durch Kohleausstieg“, Forschungsinstitut Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Deutschland, Juni 2017

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