Glyphosat – der Mix machts

28. November 2015

Wie schon in dem Beitrag „Glyphosat in aller Munde . . . .“ vom 14.10.15 berichtet, stuft die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ ein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in der vorletzten Woche ein gegenteiliges Urteil gefällt: „Wahrscheinlich nicht krebserregend“.

Der EFSA wird allerdings vorgeworfen, dass sie sich bei der Klassifizierung nah an die Studien der Industrie anlehnt, bzw. deren Testergebnisse ihren Studien zugrunde legt.

Mittlerweile ist klar geworden, woran die unterschiedlichen Ergebnisse liegen.

IARC und EFSA haben bei ihren Tests unterschiedliche Herangehensweisen. Während die Kontrolleure der EFSA lediglich nur den Wirkstoff Glyphosat testen, bewerten die Experten der WHO die gesamte Pestizidmischung, so wie sie in den Handel kommt und auch auf den Feldern landet. Das hauptsächlich eingesetzte Roundup ist ja nicht Glyphosat pur, sondern enthält diverse Beimischungen wie z.B. das hochgiftige Polyethoxylated tallow amine (POEA).

Gründliche Gefahrenprüfungen für Stoffmischungen sind in der EU nicht vorgeschrieben. Das wiederum erlaubt den Herstellern, einzeln zugelassene Wirkstoffe zusammenzumischen, ohne die kombinierte Wirkung auf Mensch und Umwelt testen zu müssen.

Es ist an der Zeit, dass die Prüfverfahren in Europa unbedingt geändert werden müssen. Und nicht nur in Europa: In gentechnisch veränderten Futtermitteln aus Südamerika, von Kühen hierzulande gefressen, finden sich alle Roundup-Inhaltsstoffe.

 

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